Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
Wie entwickelt sich unser Beruf in den nächsten zehn Jahren? Wie sieht “Journalismus im Jahre 2018″ aus? Zu diesem Thema haben wir anlässlich unserer Auszeichnung als Ort im “Land der Ideen” heute eine ungewöhnliche Tagung in Berlin veranstaltet. Das besondere: Nicht altehrwürdige Experten standen mit ihren Prognosen im Mittelpunkt, sondern der Nachwuchs selbst. Schüler von sieben Journalistenschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in selbst gedrehten Videos ihre Visionen vom Journalismus der Zukunft gezeigt.
Ich habe mich eben mal wieder über arte geärgert, weil man dort Videos nur 7 Tage lang anschauen kann – als Stream. Nicht wenige Portale machen das so: Videos kann man nur dort schauen, und sonst nirgends. Warum? Weil man glaubt, dass der geneigte Zuschauer dann auch die um das Video herumgebastlete Werbung zur Kenntnis nimmt, das Zuschauen sein läßt und den Werbelink klickt. Was natürlich Unsinn ist.
Andere Gründe können angebliche rechtliche Probleme (wenn man bei der Produktion schon an online denkt, gibt es die auch nicht) und schlicht eine Denke wie “Ich will kontrollieren, wer meine Inhalte schaut.”
Wegen solcher Sachen sind bei mir schon echte Freundschaften beinahe in die Brüche gegangen: Man sitzt mit ein paar Freunden zusammen und alles ist schön und recht, bis der Gastgeber auf die waghalsige Idee kommt, er könne doch mal ein paar Videos vom letzten Urlaub zeigen. Und weil man ja nicht unhöflich sein will, sitzt man dann da. Starrt auf eine Leinwand oder einen Fernseher. Beginnt, leise aber bestimmt, den Gastgeber zu verfluchen. Minutenlange, verwackelte und natürlich ungeschnittene Sequenzen vom spielenden Sohnemann in der Sandburg auf Malle, versehen mit dem selbstverständlich ebenfalls ungeschnittenen O-Ton (in etwa: “Schau mal her zu mir. Hier ist die Kamera. Schau jetzt endlich. Schaust du jetzt endlich her, Rotzbua, elendiger?”)
Man fragt sich in solchen Momenten, ob die Massenproduktion relativ simpler und kostengünstiger Videokameras wirklich eine gute Idee war, zumal die Begeisterung darüber, sich und seine Lieben jetzt endlich auf dem Fernseher bewundern zu können, meistens zu absurd langen Filmen führt, ein Stündchen ist da echt gar nix.
Fliegende Untertassen, Kornkreise und fremdartiges Leben auf unserem Planeten – Außerirdische faszinieren die Menschen schon seit Jahrhunderten. Dass fiese Aliens gelegentlich auch mal Menschen entführen, um dann in ihren Raumschiffen unanständige Dinge mit ihnen anzustellen, ist nichts Neues. Dass die Außerirdischen sich mittlerweile aber auch an unseren Kühen vergreifen, ist noch relativ unbekannt. Die amerikanische Seite cowabduction hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit über diese mysteriösen Vorgänge aufzuklären.
In zwei Tagen beginnt die Sommerzeit. Bikerzeit. Etwas für Leute mit Hang zum Fahren in Schräglage. Special interest sozusagen. Very special in seiner digitalen Ausdifferenzierung. Deshalb geht der award dieser Woche an www.evisor.tv.
Was sich dahinter verbirgt, ist nicht pädagogisch wertvoll oder wegweisend für ein web 4.0 gestützt auf journalistische Exzellenz. Bestimmt nicht! Eher Nischen-Programm wie mopeten.tv, Bikes in the fast lane, germanmax.net oder moto 1203, aber erfolgreich und special, was schon die Genesis der evisor-site erahnen lässt. Die begann vor 14 Monaten mit “Gaskrank”, dem Buch zum Film (den es damals noch gar nicht gab). Worum es geht? Höflich formuliert: um die Passion in die Jahre kommender Herren, die in wenig vorteilhafter Pose seitlich am Zweirad hängend ihre Befriedigung darin finden, mit ledergepolsterter Kniescheibe den Asphalt zu radieren. Vorzugsweise in Kurven auf Motorradrennstrecken. Nicht ohne Grund heißt der beliebteste Treffpunkt dieser Leute in Berlin Spinnerbrücke )
In den Sozialen Netzwerken des Web 2.0 kann man wunderbar viel Zeit verplempern. Daneben bietet das zweite Web aber auch Werkzeuge, mit denen man die Qualität und Effizienz der eigenen Arbeit steigern kann. Zum Beispiel Social Bookmarks.
Redet der Chefredakteur von BILD.de über BILD.de, redet er lieber über das “Demnächst”. Beim “Jetzt” wird Manfred Hart apathisch. Aber demnächst, da ist Revolution. Der Neustart des Onlineauftritts der BILD-Zeitung steht bevor. “Noch in diesem Jahr wird es einen klaren, strukturierten Auftritt geben”, versprach Hart beim Besuch in der Axel Springer Akademie. Was der Relaunch ändern solle – Hart öffnete den Klick-Dummy.
BILD.de-Chefredakteur Manfred Hart (vorn) und Produkt-Direktor
Thomas Schmidt (Foto: Jan Wehmeyer)
Übersicht statt Chaos. Qualität statt plump. Erotik statt Kommerz-Porno. Die Macher von BILD.de streben einen Imagewechsel an. Und der sei bitter nötig. Hart: “Zurzeit ist BILD.de wie Kraut und Rüben.” Eine fünf Jahre alte Webseite, die von Inhalten statt von Benutzerfreundlichkeit getrieben werde. Dazu Anzeigen, “bewusst” im bunten Durcheinander versteckt.
Zwei Wochen harte Arbeit und ein vorbildliches Ergebnis: 17 Volontäre der Crew20, die ihre Ausbildung noch in der “alten” Journalistenschule Axel Springer gestartet hatten, präsentierten jetzt ihr Crossmedia-Projekt denk-weiter – “Die Seite für alle, die mehr Bildung wollen.”
Tageszeitungen haben es nicht leicht: Die Leser werden nicht nur älter, sie schwinden auch. Sei es aus biologischen Gründen, weil das Geld knapp ist oder die Schrift zu klein zum Lesen. Und die jungen Menschen informieren sich – wenn sie es denn tun – übers Fernsehen und Internet. Warum also nicht dorthin gehen, wo die Leser (oder besser: Kunden) der Zukunft sind und selbst Fernsehen im Internet anbieten?
Haben Sie eine richtig gute Idee? Für ein neues, originelles Medienprojekt, an dessen Kraft Sie glauben? Aber Sie wissen nicht, wie Sie Ihre Idee realisieren können? Dann kommt hier die Chance Ihres Lebens: “SCOOP!”, die ungewöhnliche Förderinitiative, die unsere Akademie jetzt startet. Eine unabhängige Jury mit 14 Mitgliedern aus den verschiedensten kreativen Bereichen entscheidet über die beste Idee – die wir dann gemeinsam mit Ihnen verwirklichen! Dafür greifen wir tief in die Tasche: Die Akademie fördert Ihr Projekt mit bis zu 500.000 Euro und weiterer Hilfe. Jeder kann mitmachen (nur die Mitarbeiter der Akademie müssen leider draußen bleiben)!