7.3.2012

Don’t be a Maybe!

Das Institute for Cultural Diplomacy (ICD) pflegt ein gekonntes Understatement. Wenn man am Ku´damm 208 vorbeiläuft, deutet zunächst nichts darauf hin, dass sich im dritten Obergeschoss eine Perle der Diplomatie verbirgt. Vorbei an Postkartenständern und Touri-Buden führt erst am Ende der Passage im neuen Kudamm-Karree ein Aufzug hinauf, wo das ICD zum Berlin Freedom of Expression Forum geladen hat.


Die CvDs von 20zwoelf, Alexandra Zykunov und Max Boenke (Team 10) mit Rudolf Porsch, Vize-Direktor der Akademie

Die Liste der Redner lässt die Ambitionen des Instituts um seinen äußerst smarten Boss Mark Donfried ahnen: Kathleen Carroll, Vizepräsidentin von Associated Press aus New York und der britische Botschafter für Usbekistan, Craig Murray, sind eingeladen ebenso wie Professor Gavin Phillipson von der Durham Law School oder John Hemming, Member of the British Parliament. Und die Axel Springer Akademie mit ihrem Projekt 20zwoelf.

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Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | Kommentare deaktiviert

15.2.2011

“Politischer Druck ist unser Kerngeschäft.”

Auf dem Papier sieht es aus wie ein Gespräch unter Kollegen. Doch beim Studium Generale ist Wenzel Michalski nicht als Journalist zu Gast an der Akademie. Nicht nur.


Wenzel Michalski zu Gast bei Team 9 (Foto: Christian Mutter).

Dabei hätte Herr Michalski den 22 Journalistenschülern der Akademie vieles über die Arbeit eines Journalisten erzählen können. Der 48-jährige leitete das Londoner Studio des Senders Sat.1, war Chef vom Dienst der Sat.1 Nachrichten und moderierte das Nachrichtenmagazin “Zoom” auf N24. Die Vita eines gestandenen Journalisten. Doch Wenzel Michalski suchte nach neuen Aufgaben. Seit Herbst 2010 ist er der Direktor des deutschen Büros der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Eine seltsame Entscheidung für einen Journalisten? Nicht für Wenzel Michalski.

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20.7.2009

Sport und Spaß im Ersten

Der ARD-Sportredaktion steht ein neues Skandälchen ins Haus, und nein, es geht ausnahmsweise nicht um die Tour de France. Es geht um das CHIO, das größte Pferdesport-Ereignis hierzulande, das Anfang des Monats in Aachen über die Bühne ging. Übertragen wurde es von der WDR-Moderatorin Sabine Hartelt, und genau die steht nach einem epd-Bericht im Zentrum der Kritik.

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(Screenshot: WDR-Fernsehen, wdr.de)

Hintergrund ist der Doping-Vorfall des deutschen Springreiters Christian Ahlmann bei den Olympischen Spielen in Peking/Hongkong.

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Autor: student Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 4 Kommentare »

22.6.2009

Wer im Glashaus sitzt (Linksverkehr 26)

Seit das NDR-Medienmagazin “Zapp” vergangenen Mittwoch einen Beitrag über hoch dotierte PR-Auftritte öffentlich-rechtlicher Moderatoren gesendet hat, ist die Entrüstung in der Branche groß. Viele Zeitungen berichten, überall Kritik an Tom Buhrow & Co. Völlig zu recht, meine ich, unabhängiger Journalismus sieht anders aus. Aber wo bleibt die Recherche in den eigenen Reihen? Welche Printkollegen kassieren für Vorträge, Diskussionsrunden oder Moderationen bei Firmenveranstaltungen? Wäre doch mal ganz interessant. Oder?

(Ums Thema Glaubwürdigkeit geht es auch hier.)

Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 6 Kommentare »

25.2.2009

Darf es Journalisten mit Parteibuch geben?

Stefan Niggemeier hat Roland Koch zum Fall Nikolaus Brender interviewt und schreibt darüber in seinem Blog. Das Interview ist interessant, und die Diskussion im Blog ist es auch. Sollte man die Besetzung von Chefredakteursposten nach Parteibuch entscheiden? Nein! Sollte man sein eigenes Interview gleich auch noch kommentieren, wie in der „FAZ“ geschehen? Nein!

Noch interessanter ist aber eine andere, grundsätzliche Frage (neben der Frage, warum sich Journalisten diese so selten stellen):

Kann und darf es überhaupt Journalisten mit Parteibuch geben?

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Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 20 Kommentare »

22.6.2007

Die Enteignung der Presse

So sehen leidenschaftliche Kommentare aus! Heute holt Michael Hanfeld in der “FAZ” aus und argumentiert die gebührenfinanzierten Internetpläne von ARD und ZDF in Grund und Boden. In seinem Leitartikel auf der Titelseite prangert Hanfeld mit Furor an, dass die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ihren Auftrag der “Grundversorgung” mit Information, Kultur und Bildung ins Unerträgliche ausdehnen – zum Schaden der Presse. Er kritisiert ARD und ZDF als “politische Vorfeldorganisationen der Parteiendemokratie”, die “alles andere als unabhängig und transparent” und keinesfalls die “Wahrer des Schönen und Guten im Journalismus sind – die sie sein sollten.” Hanfelds Fazit: “Denjenigen, die im ohnehin parasitär verfassten Internet mit unabhängigem Qualitätsjournalismus ihr Geld verdienen müssen, wird öffentlich subventioniert der Boden entzogen. Was ARD und ZDF betreiben, ist die Enteignung der freien Presse.” Lesenswert. Und leider wahr.

Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik | 18 Kommentare »

19.4.2007

“Bild” rettet die Welt!

Nein, nicht die Zeitung aus selbem Hause (das wäre keine Nachricht, das tut die Cashcow “Bild” indirekt ja nun schon seit Jahrzehnten). Jetzt ist die ganze Welt dran: Bild hat eine Allianz mit Greenpeace, Bund und WWF geschlossen, um die Erde vor dem Klimakollaps zu retten. Wie finden wir das?

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Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 16 Kommentare »