Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
Was sind 140 Zeichen umgerechnet in Bewegtbild? Sechs Sekunden, so die Antwort des neuen Videodienstes Vine, der auf Twitter gerade für Aufsehen sorgt. Ein neues Tool, mit dem User einfach Videoschnipsel aufzeichnen und posten können, die einfache Integration in Twitter soll den Durchbruch bringen.
Sinnvolle Erweiterung oder Hype um ein zu einfach gehaltenes Spielzeug? Martin Heller, Studienleiter Crossmedia der Axel Springer Akademie, hat den Dienst getestet.
Quadratisch, praktisch, unfertig. Hat Vine das Potential für nachhaltigen Erfolg? (Foto: M. Heller)
31 Millionen Tweets: Barack Obamas Wiederwahl als Social-Media-Event.
In einem Gastbeitrag für das Blog der Axel Springer Akademie analysiert Dr. Steffen Burkhardt die Social-Media-Strategie des wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama. Der Direktor des International Media Center Hamburg beschreibt einen epochalen Umbruch im Verhältnis von Politik und Medien und, warum Journalisten ohne Social-Media-Verständnis an einer Kernaufgabe des Journalismus scheitern.
Dr. Steffen Burkhardt erforscht an der Universität Hamburg den Einfluss sozialer Medien auf den Journalismus und die Gesellschaft. Er leitet das International Media Center Hamburg (IMCH) und twittert als @st_ffen (Foto: Universität Hamburg)
Ha! Zwei Drittel aller Blog-Leser erwarten jetzt einen Text über den psychischen Zustand des deutschen Journalismus. Weit gefehlt – hier geht es um Möbel und das damit verbundene Ökosystem. Wir sind nämlich drauf und dran, eine neue Wohnzimmer-Medienkultur zu etablieren – jenseits von Erdnussflips, “Dalli, Dalli” und Yucca-Palme.
Tablet rules the coffeetable? (Bild: Playbook by ®BlackBerry; Montage)
Mediennutzung@home – das war bisher TV-Programm von der Stange, nach Uhrzeit geregelt, später immerhin flexibilisiert mittels Videorecorder und DVD. Hinzu kamen Coffeetable-Books, die niemand las – und immer stärker und immer mehr das Smartphone und sein großer Bruder, das Tablet.
20 Jahre später ist es offenbar Zeit für eine neue Mauer. Diesmal errichtet sie Heidelbergcement. Der DAX-Konzern sperrt Facebook für alle Mitarbeiter, ebenso wie VW, Porsche und weitere Großunternehmen. Keine Frage, Facebook ist nicht der Liebling der IT-Sicherheit. Aber ich würde wetten, dass das nicht der einzige Grund für die virtuelle Mauer ist.
Jedes dritte Unternehmen befürchtet nach einer Clearswift-Umfrage, dass die Produktivität sinkt, weil Mitarbeiter durch Facebook und andere soziale Netze abgelenkt würden. Mit einer ähnlichen Begründung hätte man seinerzeit auch Telefon und E-Mail verbieten können.
Was für ein Finale für “eines der spannendsten Internet-Projekte der vergangenen Monate” (meedia.de): Team 7 präsentierte heute sein Crossmedia-Masterpiece This is South Africa (TISA), ein Nachrichtenportal, das sich ausschließlich aus Social-Media-Quellen speiste, die allesamt redaktionell geprüft und – teilweise in neu entwickelten Formaten – aufbereitet worden sind.
Sein besonderes Projekt verlangt besondere Site-Kritiker: Jeff Jarvis nahm sich mehrere Stunden für die Diskussion mit dem TISA-Team und zog anschließend im Interview von Nadine Delistat sein Fazit:
Jetzt haben wir gerade gelernt, wie wir uns bei Google ganz oben positionieren können, da wird mal eben der PageRank als Maß aller Dinge heruntergestuft.
Zeitungen wie DIE WELT haben gezeigt, wie man mit viel Inhalt und ebensovielen Tricks Google nutzen kann, um eine Menge Besucher auf die eigene Webseite zu bringen (und haben dann gleich Google dafür ausgeschimpft, dass die Suchmaschine den Zeitungslesern auf ihrem Weg zum Zeitungshaus ein wenig Werbung in die Hand gedrückt hat). Und nun soll das alles vorbei sein? Wird es bald keine Webseiten mehr geben?
Den Award der Woche zu verleihen, muss nicht zwangsläufig Stress bedeuten – es kann dem Autor auch eine gewisse Macht verleihen. Die Macht, sich über eine anstehende Entscheidung von oben zu erheben. Und selbst eine Entscheidung zu fällen.
Heute zittern zwanzig junge Menschen vor dem Moment, wenn die Jury einen Sieger kürt. Den Sieger des Crossmedia-Projekts von Team 6. Zum ersten Mal durften die Journalistenschüler nicht gemeinsam an diesem Projekt arbeiten – sie wurden in zwei Gruppen geteilt.
Die Erfolgsgeschichte unserer kleinen Zeitung geht weiter. WELT KOMPAKT, die in enger Kooperation mit der Axel Springer Akademie erscheint, startet im November neu durch: Mit neuen Schwerpunkten sollen vor allem junge Zielgruppen angesprochen werden.
Gleichzeitig wird Deutschlands erfolgreichste Tageszeitungsneugründung der letzten Jahre in noch mehr Metropolregionen als Abo erhältlich sein.
Jemand fragte mich neulich, ob ich eigentlich eine Webseite habe. Naja, ich habe ein Blog, aber wenn Googles Wave bald für alle online ist, muss ich das Blog gar nicht mehr besuchen, um es zu aktualisieren. Ich schreibe einfach ein Blip aus Wave heraus. Meine “Webseite”, also das Blog, ist dann verbunden mit Google Wave und aktualisiert in Echtzeit.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich die ersten Webseiten gebaut habe mit HTML-Tags und Font-Sizes. Zwar gibt es die Tags noch immer, aber sie sind nur noch Beiwerk.
Ein richtig cooles Projekt: 30 junge Talente aus aller Welt basteln sechs Wochen lang an Antworten auf die Frage, wie wir künftig ticken: Kommunikation, Job, Leben – was ändert sich? Das Camp findet in Berlin statt, heißt palomar5, und die Axel Springer Akademie ist dabei: Nina Paulsen und Marc Baron von Team 5 sind bloggende und twitternde Reporter.
Was dabei rauskommt? Keine Ahnung. Aber uns macht das Blog unserer Kommunikations-Guerilla schon jetzt mächtig Spaß. Und es sieht übrigens verdammt gut aus (thanks @Ella).
Große Freude bei unserem Ausbildungspartner: Die WELT KOMPAKT wird mit dem “World Young Reader Prize 2009″ geehrt. Die Jury der “World Association of Newspapers” ehrt damit in der Kategorie “Redaktion: Wegweisende Strategien für den Zeitungsinhalt” das Engagement der WELT KOMPAKT, durch innovative redaktionelle Strategien vor allem die jungen Leser stärker an die Zeitung heranzuführen.