Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
Im Videointerview mit dem ASA-Blog berichtet Marc Jungnickel, Leiter Web-TV aktuell bei BILD.de, über die Erfahrungen mit dem neuen Web-TV-Studio des Portals sowie Chancen und Herausforderungen für Bewegtbild im Onlinejournalismus.
Jungnickel geht von einem weiterhin starken Wachstum aus. Konzeptionell hebe sich der Bereich deutlich vom klassischen Fernsehen ab. „Der große Unterschied ist das Interaktive“, so Jungnickel. „Es ist ein Trend zu spüren, dass die Leute mehr machen als sich nur vor den Fernseher zu setzen.“ Die Möglichkeiten des Mitmachens würden sehr gut angenommen, „das wird sicherlich auch in Zukunft weiter der Trend sein“. Generell werde die Entwicklung „schneller und multimedialer“ werden.
Das Interview führten zwei Journalistenschüler aus Team 12 der Axel Springer Akademie, Chantal Schäfer und Christian Friedewald (Kamera). Das Gespräch mit Marc Jungickel und Bilder von Studio und Produktionen – hier im Video.
„Online first“ – das darf nicht nur eine Tempofrage sein. Ein Plädoyer für die Exzellenz in einem Medium, in dem zuweilen Masse, Klicks und Gewohnheiten den Takt vorgeben.
Von Martin Heller
Irgendwie fühlen wir uns ja auf der richtigen Seite. Auf dem richtigen Weg. Wir Onliner.
Manchmal schmunzeln wir
- wenn jemand in TV-Sendungen oder Zeitungen das Internet erklärt.
- wenn bei Videoclips in Nachrichtensendungen „Quelle: Internet“ eingeblendet wird.
- wenn „Social-Media-Korrespondenten“ berichten, was „da draußen im Internet los ist“.
Elfte Woche, der Grundkurs in der Akademie ist fast zu Ende. Eine spannende, aber auch jetzt schon fordernde Woche – immerhin produzieren wir in dieser Zeit gleich zwei Testzeitungen. Der Abo-Titel hat uns einen Tag zuvor bereits einiges abverlangt. Auch mir, durfte ich mich doch für einen Tag Chefredakteurin der fiktiven Berliner Tageszeitung 24/7 nennen. Wie passend, dass an diesem Mittwochabend also Jan-Eric Peters, seit 2010 Chefredakteur der WELT-Gruppe, Gast des Studium generale ist.
Tiefenentspannt: WELT-Chefredakteur und ASA-Gründer Jan-Eric Peters
Im Gegensatz zu mir sieht Peters allerdings erholt aus und wirkt tiefenentspannt – dabei besteht seine Arbeitswoche als Chefredakteur der WELT-Gruppe zumeist aus sechs Arbeitstagen, die praktisch immer erst nach 20 Uhr enden. Schnöden Alltag gebe jedoch es so gut wie nie, sagt er. Kein Tag sei wie der andere.
An Tagen wie diesen gibt es kein wichtigeres Thema: Die Neuen sind da! Wie zu Beginn eines jeden Halbjahrs starten auch heute wieder 20 Journalistenschüler ihre Journalismus Ausbildung an der Axel Springer Akademie. Heute morgen haben sie erfahren, was in den nächsten Wochen und Monaten auf sie zukommt – jetzt sitzen Sie im Newsroom bereits in ihrem ersten Seminar. Eine muntere Gruppe, bunt sowieso: Von “Rolling Stone” bis “goFeminin”, von “Bild” bis “Welt”, vom “Hamburger Abendblatt” bis “Hörzu” reichen ihre Stammredaktionen. Herzlich Willkommen und viel Erfolg!
Von links: David Sutthoff, Lennart Wermke, Nicole Wronski, Timm Detering, Nina Dinkelmeyer, Carline Mohr, Andreas Rickmann, Julien Wilkens, Anja Bleyl, Lena Ackermann, Max Boenke, Felicitas Then, Emil Rennert, Alexandra Zykunov, Jens-Hendrik Kuiper, Madleen Kamrath; unten: Nicola Erdmann, Nina Stampflmeier, Sally Meukow und Katja Heise. (Foto: Brunner)
Und noch ein Medien-Magazin, das sich mit der Axel Springer Akademie beschäftigt: In seiner neuen Ausgabe bringt “Rundy” ein ausführliches Interview mit unserem Crossmedia-Leiter Dr. Ansgar Mayer (siehe Anriss unten). Darin erklärt er, wie sich der Journalismus verändert, wie die Perspektiven unserer Schüler sind, Kai Diekmann als Bild-Chef abzulösen – und warum wir alle etwas Heldenmut brauchen. Noch bis zum 16. Juni 2011 kann man sich für einen Platz an der Akademie bewerben – nur online hier.
Helden sind Menschen mit besonders herausragenden Fähigkeiten, die sie zu hervorragenden Leistungen treiben, so steht es bei Wikipedia. Zum Beginn des Auswahlverfahrens unserer neuen Journalistenschüler für 2012 startet die Axel Springer Akademie eine Anzeigenkampagen mit dem Claim: Journalisten sind Helden.
Sind sie das wirklich? Sie können es zumindest werden, im Großen wie im Kleinen. Wenn Journalisten ihr Handwerk richtig beherrschen, wenn sie ihren Beruf mit Leidenschaft und Beharrlichkeit ausüben, dann können sie eine Menge erreichen – und dadurch manchmal die Welt ein bisschen besser machen.
Wir stellen jeweils drei Journalisten vor, aus aller Welt, junge und alte, denen Außergewöhnliches gelungen ist. Die für eine Sache stehen und zu Vorbildern unserer Branche geworden sind. Zum Beispiel der Italiener Roberto Saviano, der die Praktiken der Mafia beschrieb, Täter beim Namen nannte und seitdem versteckt leben muss. Oder der Südafrikaner Donald Woods, der in den 70er Jahren mutig gegen die Apartheid schrieb. Aber auch an Journalisten wie Kurt Tucholsky und Egon Erwin Kisch erinnert die Kampagne.
Fliegt man bei Springer raus, wenn man die Unternehmens-Grundsätze kritisiert? Die Frage gab uns Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel Springer Akademie, mit auf den Weg zu unserem ersten Studium generale mit Michael Stürmer.
(Foto: Alexia Brinkschulte)
Was soll man sich unter der “Verteidigung der sozialen Marktwirtschaft” vorstellen? Wie soll man als junger Journalist “die Einigungsbemühungen Europas” fördern? Wir sollten dem Professor, Chef-Korrespondent der WELT, also Fragen stellen. Er würde uns schon aufklären darüber, ob es bei Springer Denkverbote gebe.
Wer Innovationen und ihre Quellen ansieht, stellt fest: Alles kann grandios gutgehen oder schrecklichst scheitern. Meist hängen Erfolg und Misserfolg nicht am Geld, sondern am Geist: an der Fähigkeit und Bereitschaft, Innovation zu erkennen, wertzuschätzen und erfolgreich zu verwirklichen.
Prof. Sebastian Turner ist Partner der Scholz & Friends Gruppe
und lehrt an der Berliner Universität der Künste (Foto: S&F)
Deutschlands künftiger Erfolg beruht darauf, dass wir diese Einstellung annehmen. Das ist nicht nur leicht gesagt, es ist auch erstaunlich leicht getan. Ein jeder kann es an seinem Platz. Es geht nicht um die Neuerfindung der Menschen oder der Organisationen, sondern allein darum, stets und immer darauf zu achten, dass Überholtes infrage gestellt und neue Lösungen gesucht und erprobt werden.
Nach “Sonderpreis Mauerfall” und der Grimme-Nominierung geht schon wieder “La Ola” durch die Akademie: Britta Stuff und Daniel Müller haben es mit ihrer Mosaik-Reportage “Berliner Setzkasten” in die Endrunde des diesjährigen Theodor-Wolff-Preises geschafft.
(zum Volltext klicken)
Der Text erschien am 19. November 2009 in der “Berliner Illustrirten” und gewährt einen originellen Einblick in den Plattenbau-Schutzwall, den die DDR in den 70er-Jahren errichten ließ, um die Sicht auf das Nachrichtenlaufband auf dem Dach der Axel Springer AG zu versperren.
In den Augen der Verleger und Chefredakteure flackert so ein Leuchten, wenn es um Apples neuesten Streich, das iPad, geht. Jahrelang sind ihre Inhalte von Google-Optimierern, Monetarisierungstheoretikern und Content-Wiederverwertern als Füllmasse zwischen Anzeigen gequält worden. Irgendwie war das kein Journalismus. Nun mischt sich unter die, auf der Erfahrung mit dem Internet-Hype gründende Skepsis der Publizisten immer stärker die Hoffnung, mal wieder ordentliche journalistische Produkte für Geld verkaufen zu können. Innovative Premium-Produkte.
An Tagen wie diesen gibt es kein wichtigeres Thema: Die Neuen sind da! Wie zu Beginn eines jeden Halbjahrs haben auch heute wieder 20 Journalistenschüler ihren ersten Tag an der Axel Springer Akademie, nur eine Kollegin fehlt, sie kommt aus Russland und wartet noch auf ihr Visum. Alle anderen sitzen bereits im Newsroom, lernen seit heute nachmittag das Nachrichtenhandwerk und freuen sich wahrscheinlich auf heute abend: Da gibt es – bereits Tradition – einen kleinen Umtrunk im obersten Stockwerk des Verlags. Wir freuen uns auf das verflixte siebte Team.
Von links: Nadine Delistat, Marc Hofmann, Maximilian Kiewel, Silke Mülherr, Ekkehard Kern, Andrea Backhaus, Julia Dombrowsky, Gasthörer Alexander Just, Solveig Rathenow, Janina Darm, Dominik Ehrentraut, Michael Bee, Andrea Kolpatzik, Florian Wichert, Luise Schlächter, Laura Gehrmann. Unten: Kristina Ellwanger, Tim Röhn, Fabian Gartmann, Kerstin Teuber. Rechts ihr neuer Chef, Marc Thomas Spahl. Und noch nicht auf dem Foto: Julia Smirnova. (Foto: Grünwald)