<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>asablog</title>
	<atom:link href="http://asa-blog.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://asa-blog.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 09:02:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Lehrgang mit dem Verteidigungsminister</title>
		<link>http://asa-blog.de/2012/04/24/lehrgang-mit-dem-verteidigungsminister/</link>
		<comments>http://asa-blog.de/2012/04/24/lehrgang-mit-dem-verteidigungsminister/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 10:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gäste der Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[de Maizière]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrundgespräch]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>
		<category><![CDATA[Studium generale]]></category>
		<category><![CDATA[Verteidigungsminister]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.axel-springer-akademie.de/blog/?p=7690</guid>
		<description><![CDATA[Ein Verteidigungsminister ist sicher ein besonderer Gast in der langen Reihe des Studium generale an der Akademie. Und Thomas de Maizière ist ein Hochkaräter, ein Mann geschliffen scharfer Worte, ein Typ Bundeswehr. Doch leider war ich bis dato kein Fan der Truppe. Sollte Thomas de Maizière dies ändern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dunkler Anzug, Stechschritt, nato-grün-braune Krawatte, ernstes Gesicht. Kurz überlege ich: Habe ich mir <a href="http://www.thomasdemaiziere.de/" target="_blank">Thomas de Maizière</a> so vorgestellt? Eigentlich nicht. Ich dachte der <a href="http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9pNyydL3czLzM4pLUoszSXL2U1KJ4GF8_HKSxoCgxPTdRPzIvXzc5MTkjVb8gN9cRAKN-8RM!/" target="_blank">Verteidigungsminister </a>wäre in seinem Auftreten ruhiger. Schon respekteinflößend, klar, keine Frage. Und doch irgendwie anders. Dieser Mann vor mir wirkt auf mich eher wie ein Oberfeldwebel. Und ich komme mir vor, als wäre ich mit 20 <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2012/01/02/willkommen-team-11/" target="_blank">Journalistenschülern</a> zum Abend-Appell in der <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/ausbildung/studium-generale.html" target="_blank">Axel Springer Akademie</a> angetreten.</p>
<p><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Zwischenablage01.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-7715" title="Zwischenablage01" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Zwischenablage01.jpg" alt="" width="483" height="196" /></a><br />
<em>&#8220;Rühren!&#8221; &#8211; Verteidigungsminister Thomas de Maizière zu Gast bei Team 11</em></p>
<p>Ich hatte mir das Gespräch mit dem Minister so vorgestellt: Er verschlossen, absoluter Profi. Wir ehrgeizig, versuchen hartnäckig zu bohren, Neues herauszukitzeln. Einem ehemaligen Bundesinnenminister und jetzigen Verteidigungsminister macht man so schnell nichts vor – bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_de_Maizi%C3%A8re" target="_blank">Vita de Maizières</a>&#8230;</p>
<p><span id="more-7690"></span></p>
<p>Und nun sitzt er da, zurück gelehnt, würdevoll in dem tiefen Sessel im Roten Salon und trinkt Früchtetee. Den Teebeutel hat er kaum 30 Sekunden im brühend heißen Wasser gelassen. Alles muss schnell gehen. Anfangen! Los! Und auch das macht er –  nicht wir: &#8220;Ich bin also so eine Art Ausbildungsobjekt!&#8221; Wie unverfroren, denke ich mir. Jetzt hat er doch tatsächlich schon vor der ersten Frage die Positionen klar verteilt: Er bringt uns etwas bei. Ausbildung am lebenden Objekt. Ein Feldversuch, sozusagen. Und wir sind wohl die Rekruten dabei.</p>
<p>Aber ich bin Kriegsdienstverweigerer. Ich kenne mich in der Welt des Militärs nicht aus. Ich stelle mir vor, dass die Ausbilder unnahbare Personen sind, die den Rekruten das Leben schwer machen. Und trotzdem sind diese Vorgesetzten für die Mannschaft oft die Größten. Das hat mich immer gewundert. Wie kommt das? Am Ende des Abends werde ich es gelernt haben. Denn dieser angriffslustig in die Runde schauende Minister hat Bundeswehr im Blut, verkörpert auf erschreckend sympathische Weise genau den Verein, von dem ich bei meiner Musterung nichts wissen wollte.</p>
<p><strong>Erste Ausbildungslektion: Gesten sind stärker als Worte</strong></p>
<p>Der Ausbilder de Maizière wird von uns nach dem beschleunigten <a href="http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article2250045/Australiens-Truppen-ziehen-ein-Jahr-frueher-ab.html" target="_blank">Abzug der australischen Truppen in Afghanistan</a> befragt. Sei dies nicht komisch, gar beunruhigend, höre ich meine Kollegin. &#8220;Die Entscheidung ist überraschend, doch ändert sie nichts an den Plänen der Bundeswehr.&#8221; So leicht lässt sich der einstige Chef des Kanzleramtes nicht aus der Reserve locken. In meiner Phantasie höre ich die Nachfrage aus der Runde wie in einem Kriegsfilm: Sir, ist denn diese Fahnenflucht der Australier nicht verwerflich? &#8220;Australien hat mehr als 30 Soldaten in Afghanistan verloren. Und Australien ist noch nicht einmal <a href="http://www.nato.int/cps/en/SID-CEE2833F-D40556F6/natolive/nato_countries.htm" target="_blank">Nato-Mitglied</a>.&#8221; Der Kommandeur beruhigt das Team, lässt keine Antipathie gegen Verbündete zu. Und doch merkt man dem ehemaligen Kameraden des 142. Panzergrenadierbataillons in Koblenz die Enttäuschung an. Er zeigt der Truppe, dass er genauso fühlt, wie sie. Ohne es zu sagen.</p>
<p>(Zwei Tage nach unserem Gespräch <a href="http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/schlaglichter_nt/article106203634/Australien-rudert-zurueck-doch-bis-2014-in-Afghanistan.html" target="_blank">ruderte der australische Außenminister Bob Carr zurück</a> und bekräftigte, dass Australien sich wie vereinbart bis 2014 am Kampfeinsatz in Afghanistan beteiligen werde. Waren Ihre Worte vor Bob Carr deutlicher als vor uns, Herr Minister?)</p>
<p><strong>Zweite Ausbildungslektion: Was in der Truppe passiert, bleibt in der Truppe</strong></p>
<p>Um mich herum wird diskutiert, der Verteidigungsminister in voller Fahrt. Er wirkt locker, antwortet immer offener und persönlicher auf Fragen. Der afghanische Präsident Hamid Karsai ist ein Thema. Die Terrorgefahr in Afghanistan, in Deutschland. Vieles wirkt erschreckend aus seinem Mund. Seine Geschichten von verwundeten Soldaten, von seinen Zweifeln bei <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article10929426/De-Maiziere-und-troepfchenweise-Terrorwarnungen.html" target="_blank">Entscheidungen zur nationalen Sicherheit</a>, wie im November 2010, als er als erster Bundesinnenminister eine Terrorwahrung für Deutschland ausgab. Die Truppe hängt an seinen Lippen. Und ich erwische mich dabei, wie ich denke: Das ist wirklich gutes Material! Berufskrankheit und Dilemma zugleich. Denn ich weiß, dass ich viele dieser sehr persönlichen Dinge und Einzelheiten nicht in diesen Blog schreiben darf. Im Studium generale führen wir in erster Linie Hintergrundgespräche – auf einer Vertrauensbasis. Was unser Gegenüber nicht veröffentlicht haben will, bleibt unveröffentlicht. Einige sehen das lockerer, doch de Maizière ist strenger.</p>
<p><strong>Dritte Ausbildungslektion: So schleicht sich der Ausbilder in dein Herz</strong></p>
<p>Jetzt hat er mich, schießt es mir durch den Kopf: Ich finde den unnahbaren Ausbilder vor mir richtig gut! Er erzählt von seinem Peru-Urlaub. Unaufgefordert: &#8220;Wussten Sie eigentlich, dass in Peru im TV alle deutschen Bundesliga-Spiele laufen?&#8221; Nein, das wusste ich nicht. Keiner wusste das. Auch Thomas de Maizière nicht – zumindest nicht bevor er mit seiner Frau den Jahresurlaub antrat. &#8220;Hätte ich gewusst, dass die dort fußballverrückt sind und ich auf jedem Hinterhof das Spiel vom BVB hätte sehen können, wäre meine Urlaubsplanung anders ausgefallen.&#8221; Der BVB, das ist sein Verein. Als vergangenes Jahr die Meister-Schale übergeben wurde, war er dabei. Ich sehe ihn förmlich vor mir, wie er auch in diesem Jahr den BVB feiert. Ganz privat. Echte Fan-Freude. Und wenn er mich fragen würde, ihn zu begleiten, würde ich wohl sogar ja sagen&#8230; Dabei komme ich aus Wanne-Eickel, Gelsenkirchen ist mir deutlich näher als Dortmund – ich bin Schalke-Fan, verdammt! Und trotzdem kann ich de Maizières Begeisterung an diesem Abend nachvollziehen.</p>
<p>So ist das also, so schaffen es diese unnahbaren Kerle, sich durch persönliche Geschichten in das Herz der Rekruten zu schleichen.</p>
<p>Ich bin sprachlos</p>
<p>– und ringe um die journalistisch-kritische Distanz.</p>
<p><em>Henrik Neumann</em></p>
<div id="tweetbutton7690" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fbu4dce6&amp;text=Lehrgang%20mit%20dem%20Verteidigungsminister&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fasa-blog.de%2F2012%2F04%2F24%2Flehrgang-mit-dem-verteidigungsminister%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://asa-blog.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://asa-blog.de/2012/04/24/lehrgang-mit-dem-verteidigungsminister/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Sie brauchen Begeisterung. Der Rest kommt von selbst.&#8221;</title>
		<link>http://asa-blog.de/2012/03/29/7667/</link>
		<comments>http://asa-blog.de/2012/03/29/7667/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 10:37:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Gäste der Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmacher zu Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft des Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Crew 20]]></category>
		<category><![CDATA[Jan-Eric Peters]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistenschule]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Welt am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Welt Kompakt]]></category>
		<category><![CDATA[Welt Online]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.axel-springer-akademie.de/blog/?p=7667</guid>
		<description><![CDATA[Unsere letzte Woche des Akademie-Grundkurses ist angebrochen. Während wir uns mit Themenkonferenzen, Layoutproblemen und Schlusszeiten für unsere Testzeitungen herumschlagen, wird es auch Zeit für das letzte Studium generale vor dem Praktikum. WELT-Chefredakteur Jan-Eric Peters erklärt uns, wie man bei so viel Redaktionsstress gelassen bleibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Elfte Woche, der Grundkurs in der Akademie ist fast zu Ende. Eine spannende, aber auch jetzt schon fordernde Woche – immerhin produzieren wir in dieser Zeit gleich <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=898495536&amp;ref=ts#!/Takt.ASA" target="_blank">zwei Testzeitungen</a>. Der <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=898495536&amp;ref=ts#!/24sevenBerlin" target="_blank">Abo-Titel</a> hat uns einen Tag zuvor bereits einiges abverlangt. Auch mir, durfte ich mich doch für einen Tag Chefredakteurin der fiktiven Berliner Tageszeitung <strong>24/7</strong> nennen. Wie passend, dass an diesem Mittwochabend also Jan-Eric Peters, seit 2010 Chefredakteur der WELT-Gruppe, Gast des <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/ausbildung/studium-generale.html" target="_blank">Studium generale</a> ist.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7682" title="Zwischenablage01" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Zwischenablage012.jpg" alt="" width="271" height="273" /><br />
<em>Tiefenentspannt: WELT-Chefredakteur und ASA-Gründer Jan-Eric Peters</em></p>
<p>Im Gegensatz zu mir sieht Peters allerdings erholt aus und wirkt tiefenentspannt – dabei besteht seine Arbeitswoche als Chefredakteur der WELT-Gruppe zumeist aus sechs Arbeitstagen, die praktisch immer erst nach 20 Uhr enden. Schnöden Alltag gebe jedoch es so gut wie nie, sagt er. Kein Tag sei wie der andere.</p>
<p><span id="more-7667"></span></p>
<p>Der eine Tag in der Woche müsse jedoch mindestens frei bleiben. Um kurz auszubrechen zu können, wie er sagt. Einen Atemzug später kommt das Geständnis: &#8220;Richtig abschalten kann ich eigentlich nie.&#8221;</p>
<p>Wundert niemanden hier. Ein Blick in die Gesichter meiner Team-Kollegen verrät mir jedoch, dass einige von ihnen dasselbe denken wie ich: Wie schafft der Mann das? Den Überblick darüber zu behalten, was bei WELT, WELT am SONNTAG, WELT KOMPAKT, WELT ONLINE und den restlichen Produkten der WELT-Familie geschieht – und gleichzeitig so gelassen von seinem Job zu sprechen?</p>
<p>Peters&#8217; Antwort auf diese Frage lässt nicht lange auf sich warten. &#8220;Man braucht Freude an diesem Job&#8221;, erklärt er. 17 Köpfe wippen bejahend auf und ab – diese Rechtfertigung haben wir bereits von einigen Workaholics  in den Studium generales zuvor gehört. Nach den vergangenen Wochen Akademie wissen wir jedoch auch, was sie bedeutet.</p>
<p>Dennoch, jeder braucht mal eine Pause. Ob er sich denn trotzdem ab und an eine Auszeit nehme, will meine Kollegin Viktoria von Peters wissen. Sicher, erst vor Kurzem habe er sich ein paar Tage freigenommen und sei mal raus gefahren. Wohin, will er nicht verraten und auch nicht, was ihm dann bei dem Versuch abzuschalten hilft.</p>
<p>Viel lieber lenkt Peters das Thema zurück auf das komplizierte Redaktionsgeflecht der WELT-Gruppe und dem, was ihren Erfolg ausmacht. &#8220;Mir ist es letztlich wurscht, ob jemand während der Arbeitszeit mal zwei Stunden spazieren geht oder sich ins Cafe setzt &#8211; solange er die besten Geschichten bringt.&#8221; Was für Geschichten das sind, die die WELT so erfolgreich machen, fragt jemand. Peters legt den Kopf in den Nacken und denkt einen Moment nach. &#8220;Geschichten, die einen überraschen, die berühren und die richtig gut geschrieben sind.&#8221; Wie die Reportage von Jennifer Wilton (<a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2007/12/15/goodbye-crew-20-adieu-journalistenschule/" target="_blank">Crew 20</a>), <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article13905748/Frau-Zimmermann-zieht-um.html" target="_blank">&#8220;Frau Zimmermann zieht um&#8221;</a>, nominiert für den diesjährigen Kisch-Preis. Oder die Rekonstruktion der Lebens- und Leidensgeschichte der krebskranken Sarah. Mir läuft ein Schauer über den Rücken. Ich kenne diese Geschichte von Erwin Koch. Beim Lesen habe ich geheult wie ein Schlosshund.</p>
<p>Doch gute Geschichten sind längst nicht alles. &#8220;Wir konzentrieren uns darauf, die Schnellsten zu sein&#8221;, erklärt Peters das Erfolgsrezept der WELT weiter. &#8220;Und die Besten.&#8221; Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Geschichten für Print oder Digital konzipiert sind. Diese Einteilung spielt für ihn – auch das kennen wir bereits – einfach keine Rolle. Aber: &#8220;Wer keine Lust auf digital hat, ist falsch bei der WELT.&#8221; Falsch bei Axel Springer, sollte man hinzufügen. Den Schwarzmalereien in Bezug auf den deutschen Zeitungsmarkt sieht er denn auch gelassen entgegen: &#8220;Das Wort &#8216;Untergang&#8217; passt im Zusammenhang mit der WELT sowieso nicht.&#8221;</p>
<p>Der Abend neigt sich dem Ende zu. Gedanklich lasse ich den ersten Tag in unserer Test-Redaktion Revue passieren. Bei Peters&#8217; abschließenden Worten muss ich lächeln Seine Conclusio fasst unsere Arbeit tags zuvor präzise zusammen: &#8220;Wenn Sie den Job gut machen wollen, ist alles, was Sie neben Talent und Handwerkszeug brauchen, eine große Portion Begeisterung. Der Rest kommt von selbst.&#8221;</p>
<p><em>Christin Bohmann</em></p>
<div id="tweetbutton7667" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fbsqhkoc&amp;text=%26%238220%3BSie%20brauchen%20Begeisterung.%20Der%20Rest%20kommt%20von%20selbst.%26%238221%3B&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fasa-blog.de%2F2012%2F03%2F29%2F7667%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://asa-blog.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://asa-blog.de/2012/03/29/7667/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Willkommen auf der Couch</title>
		<link>http://asa-blog.de/2012/03/14/willkommen-auf-der-couch/</link>
		<comments>http://asa-blog.de/2012/03/14/willkommen-auf-der-couch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 06:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>amayer</dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft des Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Coffeetable]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.axel-springer-akademie.de/blog/?p=7641</guid>
		<description><![CDATA[Die neue Medien-Rangordnung im Wohnzimmer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ha! Zwei Drittel aller Blog-Leser erwarten jetzt einen Text über den psychischen Zustand des deutschen Journalismus. Weit gefehlt &#8211; hier geht es um Möbel und das damit verbundene Ökosystem. Wir sind nämlich drauf und dran, eine neue Wohnzimmer-Medienkultur zu etablieren &#8211; jenseits von Erdnussflips, <a href="http://www.wunschliste.de/0131" target="_blank">&#8220;Dalli, Dalli&#8221;</a> und Yucca-Palme.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7651" title="PlayBook_bottom_angle" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/PlayBook_bottom_angle.jpg" alt="" width="497" height="282" /><br />
<em>Tablet rules the coffeetable? (Bild: Playbook by ®BlackBerry; Montage)</em></p>
<p>Mediennutzung@home &#8211; das war bisher TV-Programm von der Stange, nach Uhrzeit geregelt, später immerhin flexibilisiert mittels Videorecorder und DVD. Hinzu kamen Coffeetable-Books, die niemand las &#8211; und immer stärker und immer mehr das Smartphone und sein großer Bruder, das Tablet.</p>
<p><span id="more-7641"></span></p>
<p>Mit dem iPad und seinen Konkurrenten hat sich inzwischen eine ganz neue Art von Mediennutzung etabliert: Mobile Home Media. Richtig, das Tablet kann man überall hin mitnehmen &#8211; aber die meisten Nutzer lassen es in den eigenen vier Wänden.</p>
<p>Da liegt es den halben Tag auf der Couch rum und fängt an, sich mit dem Fernseher anzufreunden. Und schon gibt es perfekte Kombinationen via Social Media: Endlich kann ich zeitgleich zu diesem unsäglichen Mist von ____ (bitte selbst ergänzen) live-synchron auf Twitter und Facebook mit meinen Freunden Dampf ablassen. Oder beim Voting von &#8220;The Voice of Germany&#8221; mitmachen. Oder das neue Trikot der Nationalmannschaft bestellen.</p>
<p><a href="http://www.dlm-symposium.org/de/symposium.html" target="_blank">&#8220;Connected TV&#8221;</a> lautet derzeit der Oberbegriff der Medien- und Endgeräte-Vermarkter. Dahinter steckt immer noch die Hoffnung, dass letztlich der Fernseher Boss im Wohnzimmer bleibt. Eine offene Wette. Wenn zum Beispiel der <a href="http://www.zeit.de/digital/2011-12/fernsehmarkt-apple-tv" target="_blank">zweite Anlauf von Apple</a> gelingen sollte &#8211; ist das neue Hyper-Device dann eher Fernsehgerät oder eher Computer? Und was wird aus <a href="http://www.hbbtv.org/" target="_blank">HbbTV</a>? Die <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/zehn-jahre-blu-ray-disc-apple-verzichtet/6223810-3.html" target="_blank">Blue-ray-Disc</a> der 2010er-Jahre?</p>
<p>Das Wohnzimmer wird der Ort des lean-back bleiben. Alle Medien müssen sich dem anpassen und ihre Angebote kontextualisieren. (Das Programm müsse immer wissen, was man gerade will, meint <a href="http://www.tape.tv/" target="_blank">tape.tv</a>-Mitgründer Conrad Fritzsch: &#8220;Ich will anschalten &#8211; und geil.&#8221;*)</p>
<p>Home-Infotainment bleibt relaxt und lean-back. Aber es wird demokratischer, spontaner und interaktiver.</p>
<p>Bleibt nur die Frage: Was wird aus den Coffeetable-Books?</p>
<p><em>*Zitat aus seiner Präsentation auf der Crossmedia-Tagung in der Brandenburger Landesvertretung, 13.03.2012</em></p>
<div id="tweetbutton7641" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F77p49xu&amp;text=Willkommen%20auf%20der%20Couch&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fasa-blog.de%2F2012%2F03%2F14%2Fwillkommen-auf-der-couch%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://asa-blog.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://asa-blog.de/2012/03/14/willkommen-auf-der-couch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Print light, Digital Plus</title>
		<link>http://asa-blog.de/2012/03/08/print-light-digital-plus/</link>
		<comments>http://asa-blog.de/2012/03/08/print-light-digital-plus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 09:55:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Gäste der Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmacher zu Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft des Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
		<category><![CDATA[bild.de]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Döpfner]]></category>
		<category><![CDATA[Welt Online]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.axel-springer-akademie.de/blog/?p=7604</guid>
		<description><![CDATA[Einen Tag vor der Bilanz-Pk war Mathias Döpfner zu Besuch bei Team 11 im Roten Salon. Vorab wurden schon einmal die nächsten Rekorde verkündet: Erstmals wird Print von Digital überholt – und zum ersten Mal übersteigt der Konzerumsatz die Drei-Milliarden-Euro-Marke.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Tisch steht eine Schale Gummibärchen. Daneben zwei Flaschen Coke Zero. Team 11 ist bereit für <a href="http://www.axelspringer.de/artikel/Lebenslauf-Dr.-Mathias-Doepfner_40430.html" target="_blank">Dr. Mathias Döpfner</a>, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7616" title="120307_Praesentation_BPK-2011_Seite_06" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/120307_Praesentation_BPK-2011_Seite_06.jpg" alt="" width="499" height="368" /></p>
<p>Es ist Dienstag, 18 Uhr. Der Vorabend zur neuen Bilanzpressekonferenz. Der CEO wird am nächsten Tag wieder Rekorde verkünden. Rekorde – die ist man bei Axel Springer schon seit vielen Jahren gewohnt.</p>
<p>Doch diese Bilanz ist eine besondere.</p>
<p><span id="more-7604"></span></p>
<p>Zum ersten Mal wird die Axel Springer AG die <a href="http://www.axelspringer.de/presse/Rekord-Jahresbilanz-Axel-Springer-erreicht-2011-zweistelliges-Umsatz-und-Ergebniswachstum_2244248.html" target="_blank">Überschreitung der Drei-Milliarden-Euro-Umsatz-Marke vermelden</a>. Und zum ersten Mal werden die Werbeerlöse im Digital-Sektor (791 Millionen Euro) die des deutschen Printgeschäfts (643 Millionen Euro) überschreiten – in Millionen gerechnet und in prozentualen Anteilen am Gesamterlös. Und das zum <a href="http://meilensteine.axelspringer.de/" target="_blank">100. Geburtstag des Verlegers Axel Springer</a>.</p>
<p>Digital, das sind die Gummibärchen. Print, das ist die Coke Zero. Was die Cola an Zucker weniger hat, das führen die Gummibärchen dem Körper umso mehr hinzu.</p>
<p>Cola schmeckt auch ohne Zucker, genauso wie Print weiterhin hochprofitabel ist. Wer glaubt, die Gewinne bei den Zeitungen und Zeitschriften kommen vom permanenten Sparen, der wird von Döpfner eines besseren belehrt.</p>
<p><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Team-11-MD-b.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7631" title="Team 11 MD b" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Team-11-MD-b-300x172.jpg" alt="" width="300" height="172" /></a><br />
<em>Mathias Döpfner mit den Moderatoren des Abends Nadja<br />
Lucas und Til Biermann (Foto: Vollmer)</em><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/MD-Team-11.jpg"></a></p>
<p>&#8220;Weil wir proaktiv den Kurs korrigieren, deshalb haben wir seit zehn Jahren diesen Erfolg. Und nicht andersherum&#8221;, sagt der Vorstandschef beim Besuch an der Axel Springer Akademie. Er legt deutlich nach: &#8220;Nur journalistische Qualität entscheidet, ob eine journalistische Marke erfolgreich ist und damit das Geschäftsmodell funktioniert.&#8221; Er spricht vom &#8220;intelligenten Sparen&#8221; und &#8220;dummen Sparen&#8221;.</p>
<p>Besorgt fragt eine Volontärin, später bei Computer BILD, ob sie sich jetzt eine andere Stammredaktion suchen müsse, weil die <a href="http://www.axelspringer.de/presse/COMPUTER-BILD-Gruppe-fusioniert-Print-und-Online-Redaktion-Axel-Telzerow-uebernimmt-Chefredaktion_2238428.html" target="_blank">Print-Redakteure der PC-Zeitschrift in den Online-Bereich ausgegliedert</a> werden.</p>
<p>&#8220;Ich weiß nicht, was ein Printredakteur ist. Den kenn ich nicht.&#8221; Bei Springer ist es längst Alltag, dass die Redakteure für alle Produkte des Hauses zuarbeiten. Egal, ob Print, Online oder mobile Angebote. &#8220;Printredakteur&#8221; – Schnee von gestern und eine Bezeichnung aus dem vergangenen Jahrhundert.</p>
<p>Die Verzahnung von Print und Online hat sich Döpfner zur Hauptaufgabe gemacht. Mit der Strategie führte er das „Zeitungshaus Axel Springer“ zu einem inzwischen hoch profitablen „Medienhaus Axel Springer“. Was Springer im Print verliert, gewinnt das Unternehmen im Digitalen dazu.</p>
<p>Doch die großen Millionen im Digital-Bereich kommen noch nicht aus den journalistischen Angeboten wie <a href="http://www.bild.de" target="_blank">BILD.de</a> oder <a href="http://www.welt.de" target="_blank">WELT ONLINE</a>, sondern beispielsweise aus dem Rubrikengeschäften wie <a href="http://www.immonet.de/" target="_blank">Immonet</a> oder <a href="http://www.seloger.com/" target="_blank">SeLoger</a>.</p>
<p>Entscheidend für die deutschen Verlage ist es nun, die journalistischen Digital-Angebote auf ein zweites Finanzierungsbein zu stellen. Denn die Monetarisierung allein über Anzeigen wird auf lange Sicht nicht ausreichend.</p>
<p>Über das Wie zerbrechen sich derzeit ganze Riegen an Medienmanagern die Köpfe.</p>
<p><em>Matthias Bannert</em></p>
<div id="tweetbutton7604" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F89dpcpm&amp;text=Print%20light%2C%20Digital%20Plus&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fasa-blog.de%2F2012%2F03%2F08%2Fprint-light-digital-plus%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://asa-blog.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://asa-blog.de/2012/03/08/print-light-digital-plus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Don’t be a Maybe!</title>
		<link>http://asa-blog.de/2012/03/07/don%e2%80%99t-be-a-maybe/</link>
		<comments>http://asa-blog.de/2012/03/07/don%e2%80%99t-be-a-maybe/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 17:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft des Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[20zwoelf]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Botschafter]]></category>
		<category><![CDATA[CBS]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistenschüler]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Team 10]]></category>
		<category><![CDATA[Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.axel-springer-akademie.de/blog/?p=7573</guid>
		<description><![CDATA[Die Axel Springer Akademie zu Gast beim Institute for Cultural Diplomacy.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.culturaldiplomacy.org/index.php?en" target="_blank">Institute for Cultural Diplomacy (ICD)</a> pflegt ein gekonntes Understatement. Wenn man am Ku´damm 208 vorbeiläuft, deutet zunächst nichts darauf hin, dass sich im dritten Obergeschoss eine Perle der Diplomatie verbirgt. Vorbei an Postkartenständern und Touri-Buden führt erst am Ende der Passage im neuen Kudamm-Karree ein Aufzug hinauf, wo das ICD zum Berlin Freedom of Expression Forum geladen hat.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7598" title="Zwischenablage01" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Zwischenablage011.jpg" alt="" width="482" height="281" /><br />
<em>Die CvDs von 20zwoelf, Alexandra Zykunov und Max Boenke (Team 10) mit Rudolf Porsch, Vize-Direktor der Akademie</em></p>
<p>Die Liste der Redner lässt die Ambitionen des Instituts um seinen äußerst smarten Boss <a href="http://www.google.de/imgres?imgurl=http://cdnews1.files.wordpress.com/2011/10/295858_10150423420516233_606641232_10480483_1515968818_n.jpg%3Fw%3D750&amp;imgrefurl=http://cdnews1.wordpress.com/2011/10/20/icd-newsletter-october-2011/295858_10150423420516233_606641232_10480483_1515968818_n/&amp;usg=__2mMYbWHusGF1H5mnAA3a53hT01k=&amp;h=497&amp;w=750&amp;sz=44&amp;hl=de&amp;start=0&amp;zoom=1&amp;tbnid=yevYP7TraMzM8M:&amp;tbnh=156&amp;tbnw=199&amp;ei=JExXT9zkO87otQaF4MicDA&amp;prev=/search%3Fq%3DMark%2BDonfried%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26hs%3DQDb%26sa%3DX%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26biw%3D1440%26bih%3D865%26tbm%3Disch%26prmd%3Dimvnso&amp;itbs=1&amp;iact=hc&amp;vpx=1130&amp;vpy=350&amp;dur=684&amp;hovh=156&amp;hovw=199&amp;tx=153&amp;ty=53&amp;sig=115076566100911891932&amp;page=1&amp;ndsp=24&amp;ved=1t:429,r:11,s:0&amp;biw=1440&amp;bih=865" target="_blank">Mark Donfried</a> ahnen: <a href="http://www.pulitzer.org/kathleen_carroll_remarks" target="_blank">Kathleen Carroll</a>, Vizepräsidentin von <a href="http://www.ap.org/#" target="_blank">Associated Press</a> aus New York und der britische Botschafter für Usbekistan, <a href="http://www.craigmurray.org.uk/craig_murray.html" target="_blank">Craig Murray</a>, sind eingeladen ebenso wie Professor <a href="http://www.amazon.de/s?_encoding=UTF8&amp;search-alias=books-de-intl-us&amp;field-author=Gavin%20Phillipson" target="_blank">Gavin Phillipson</a> von der Durham Law School oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/John_Hemming_%28politician%29" target="_blank">John Hemming</a>, Member of the <a href="http://www.parliament.uk/ http://www.dur.ac.uk/law/ " target="_blank">British Parliament</a>. Und die Axel Springer Akademie mit ihrem Projekt <a href="http://www.20zwoelf.de" target="_blank">20zwoelf</a>. <a href="http://20zwoelf.de/static,Index_de.htm"></a></p>
<p><span id="more-7573"></span></p>
<p>Es wird Englisch gesprochen unter den rund 80 Konferenzgästen – überwiegend Juristen, Journalisten und NGO-Mitarbeiter aus aller Welt. Es fühlt sich an wie eine Fachsitzung der Vereinten Nationen.</p>
<p>Vier Tage lang geht es um Meinungs- und Pressefreiheit, um Rechte im Internet und Repressalien in totalitären Staaten, um das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Caroline-von-Monaco-Urteil_II" target="_blank">Caroline-Urteil</a> und die unterschiedliche Rechtsprechung etwa in Deutschland und England, Frankreich oder den USA wie etwa im Fall der <a href="http://www.bild.de/themen/specials/dominique-strauss-kahn/nachrichten-news-fotos-videos-18050748.bild.html" target="_blank">Berichte über DSK</a>. Tenor der Tagung: Das Internet hat die Pressefreiheit verändert, erweitert. Aber: Sie ist auch neuen Gefahren ausgesetzt.</p>
<p>Das wird deutlich als es um <strong>20zwoelf</strong> geht. In seiner key note &#8220;Don’t be a Maybe!&#8221; warnt Rudolf Porsch, der Vize-Direktor der Axel Springer Akademie, &#8220;freedom dies by inches&#8221; und geht auf die journalismus-immanten Gefahren ein, also auf die Risiken für Pressefreiheit, die aus journalistischem Fehlverhalten entstehen. Er appelliert daher an Berufsethos und Motivation von Journalisten und fordert vor allem Leidenschaft für den Beruf, Passion für Qualität und Professionalität, die sich ihre Freiheit nicht abkaufen lasse.</p>
<p>Als exemplarischen zur Sicherung von Pressefreiheit bringt Porsch den <a href="http://www.axelspringer.de/dl/498450/Code_of_Conduct.pdf" target="_blank">Code of Conduct der Axel Springer AG</a>,  in dem auch die Leitlinien zur Sicherung journalistischer Unabhängigkeit verankert sind. Als eklantante Beispiele zur Gefährdung der Pressefreiheit zitieren anschließend die Journalistenschüler Alexandra Zykunov und der Autor dieses Beitrags aus dem Projekt <a href="http://www.20zwoelf.de" target="_blank">20zwoelf</a>.</p>
<p>Das Portal zur Pressefreiheit war von Team 10 der Akademie als Masterpiece noch vor der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wulff-Aff%C3%A4re " target="_blank">Wulff-Affäre</a> produziert worden. Es listet Gefahren auf von <a href="http://20zwoelf.de/static,PromisInterviewStreichen_de.htm" target="_blank">Knebelverträgen bei Interviewanfragen</a> bis zu <a href="http://20zwoelf.de/static,IranJournalistInterviewPressefreiheit_de.htm" target="_blank">Folter für deutsche Reporter</a>.</p>
<p>Die Forums-Teilnehmer sind sehr interessiert, die Diskussionsrunde wird lebhaft. Der Korrespondent der US-Fernsehsenders <a href="http://www.cbs.com/" target="_blank">CBS</a> etwa fühlt sich bestätigt. Man komme als Reporter in Deutschland nur schwer an hochkarätige Politiker heran. Er habe sich das leichter vorgestellt, fühle sich als Journalist eingeschränkt. Ein britischer Kollege fragt zur deutschen Praxis bei Interviews nach, eine Polin möchte wissen, wie die Einhaltung des Code of Conduct überprüft werde. Dann wird das <a href="http://20zwoelf.de/static,Index_de.htm " target="_blank">Video-Essay &#8220;Deutschland ohne Pressefreiheit?&#8221;</a> gezeigt. Es schildert fiktional ein Horror-Szenario, beschreibt, was fehlen würde, ohne Pressefreiheit. Und es macht deutlich, dass uns im Alltag leicht die Sensibilität für diese Freiheit fehlt. Man erkennt ihren Wert erst, wenn wir sie zu verlieren drohen.</p>
<p>Das Video-Essay macht betroffen &#8211; und erntet auch Protest auf dem International Freedom of Expression Forum: Ein rumänischer Journalist wirft den Studenten vor, dass ihre Vision von einem Land ohne Pressefreiheit noch zu harmlos sei.</p>
<p>Pressefreiheit, das wird dabei deutlich, ist keine Selbstverständlichkeit – auch nicht in Deutschland. Sie muss in den Redaktionen täglich neu erkämpft werden, und sei es auch nur gegen den inneren Schweinehund im einzelnen Journalisten. Wie sagte Porsch: Don’t be a Maybe!</p>
<p><em>Max Boenke</em></p>
<div id="tweetbutton7573" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F82qknhz&amp;text=Don%E2%80%99t%20be%20a%20Maybe%21&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fasa-blog.de%2F2012%2F03%2F07%2Fdon%25e2%2580%2599t-be-a-maybe%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://asa-blog.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://asa-blog.de/2012/03/07/don%e2%80%99t-be-a-maybe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die rote Salonsozialistin</title>
		<link>http://asa-blog.de/2012/03/06/die-rote-salonsozialistin/</link>
		<comments>http://asa-blog.de/2012/03/06/die-rote-salonsozialistin/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 16:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Gäste der Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Sahra Wagenknecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.axel-springer-akademie.de/blog/?p=7549</guid>
		<description><![CDATA[Sahra Wagenknecht zum Hintergrundgespräch an der Axel Springer Akademie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kleid rot, das Armband golden, die Schuhe aus feinem Leder, das Gesicht hübsch und frisch. So kommt Sahra Wagenknecht, Vizechefin der LINKEN und Freundin <a href="http://www.oskar-lafontaine.de/" target="_blank">Oskar Lafontaines</a>, zur Diskussion an die Axel Springer Akademie, in unseren „Roten Salon“, wie passend. Allein die Tatsache, dass sich die Genossin den 20 neuen Haifischinnen und Haifischen des bei der LINKEN nicht gerade wohl gelittenen <a href="http://www.axelspringer.de/media/index.html" target="_blank">Springer-Imperiums</a> stellt, nötigt Respekt ab.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7562" title="Zwischenablage01" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Zwischenablage01.jpg" alt="" width="510" height="403" /><br />
<em>Rotes Kleid im Roten Salon: Sahra Wagenknecht mit Moderatorin Ricarda Biskoping von Team 11 (Foto: Nadja Lucas)</em></p>
<p>Zur Erinnerung: Wagenknecht trat ein halbes Jahr vor dem <a href="http://www.mauerfall-berlin.de/" target="_blank">Mauerfall</a> der SED bei, bezeichnete 1992 die Mauer als &#8220;notwendiges Übel&#8221; und war noch 2010 Mitglied der <a href="http://www.die-linke.de/partei/zusammenschluesse/kommunistischeplattformderparteidielinke/" target="_blank">Kommunistischen Plattform</a>.</p>
<p>Nun ist sie hier, ihr neuester Buchtitel &#8220;Freiheit statt Kapitalismus&#8221; liegt voll im wirtschaftskriselnden Trend und zeugt von Chuzpe.</p>
<p><span id="more-7549"></span></p>
<p>Denn sie ist die Erbin eines Systems, das an seiner maroden Wirtschaft zugrunde gegangen ist und nur auf dem Gebiet der Diktatur gegen das Volk etwas geleistet hat. Bei so einer Biographie weise Ratschläge zu erteilen – gewagt. Aber okay, wie also soll die bessere Wagenknecht’sche Welt, der &#8220;Kreative Sozialismus&#8221;, aussehen?</p>
<p>Sie ziehe ihre politischen Ideen auch aus der Belletristik, sagt sie, und das wird an diesem Abend  deutlich, denn viele davon sind utopisch: &#8220;Die Belegschaft eines Konzerns sollte mitbestimmen dürfen, ob eine Firma outsourcen darf, andere Firmen übernimmt oder den Standort verlegt.&#8221; Die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen wäre nach dieser Theorie geringer, da die Arbeiter mehr zu verlieren hätten. Das hört sich gut an. Ob aber &#8220;Manni von der Stanze&#8221; bei <a href="http://www.opel.de/ueber-opel/tradition.html" target="_blank">Opel in Rüsselsheim</a> seine Firma freiwillig nach Rumänien ziehen ließe, seinen Arbeitsplatz also &#8220;wegentscheiden&#8221; würde? Könnte so ein System mit programmiertem Dauerstreit in der Weltwirtschaft bestehen? Es würde zugrunde gehen, wie die DDR. Aber das sieht Wagenknecht nicht. Denn: &#8220;Die DDR war kein Kommunismus im Sinne von Karl Marx.&#8221;  Ach so.</p>
<p>Frau Wagenknecht hat nicht verstanden, dass das Problem des Kommunismus systemimmanent ist. Eine wunderschöne Idee, die aber nicht funktionieren kann. Das zeigen die letzten verbliebenen maroden sozialistischen Experimente: Kuba  und Nordkorea.</p>
<p>Sahra Wagenknecht ist sympathisch, man möchte ihr glauben. Aber dann, auf <a href="http://www.commentarymagazine.com/article/hugo-chavezs-jewish-problem/" target="_blank">antisemitische Tiraden ihres sozialistischen Idols Hugo Chávez</a> angesprochen, sagt sie seelenruhig: &#8220;Das müsste ich im spanischen Original sehen, es könnte ein Übersetzungsfehler sein.&#8221; (Übrigens: Beim Staatsbesuch des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres im  Jahr 2010 <a href="http://www.taz.de/!47682/" target="_blank">erhob sich Frau Wagenknecht im Bundestag nicht von ihrem Sitz</a>.)</p>
<p>So kann sie weiter ihre rückwärtsgerichteten Ideen vertreten, über einen sozialen Niedergang lamentieren und in Top-Restaurants dinieren. Zum Glück.</p>
<p>Denn sie lebt in einer freien Gesellschaft.</p>
<p><em>Til Biermann</em></p>
<div id="tweetbutton7549" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F7ulzdfq&amp;text=Die%20rote%20Salonsozialistin&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fasa-blog.de%2F2012%2F03%2F06%2Fdie-rote-salonsozialistin%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://asa-blog.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://asa-blog.de/2012/03/06/die-rote-salonsozialistin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Für erfolgreiche Integration braucht es den &#8220;türkischen Touch&#8221;</title>
		<link>http://asa-blog.de/2012/02/24/fur-erfolgreiche-integration-braucht-es-den-turkischen-touch/</link>
		<comments>http://asa-blog.de/2012/02/24/fur-erfolgreiche-integration-braucht-es-den-turkischen-touch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 11:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gäste der Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmacher zu Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Ergün]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck]]></category>
		<category><![CDATA[MetropolFM]]></category>
		<category><![CDATA[Sarrazin]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Team 11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.axel-springer-akademie.de/blog/?p=7524</guid>
		<description><![CDATA[Seit 12 Jahren ist der Radiosender MetropolFM die Stimme der Türken in Deutschland. Doch warum muss diese Stimme zweisprachig sein, Herr Yıkıcı?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tamer Ergün Yıkıcı liebt Sprache. Er ist kein Mann weniger Worte – das wäre für ihn als Geschäftsführer des ersten deutsch- und türkischsprachigen Radiosenders in Deutschland <a href="http://www.metropolfm.de/" target="_blank">Metropol FM</a> auch unwirtschaftlich.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7546" title="Zwischenablage01" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Zwischenablage012.jpg" alt="" width="511" height="245" /><em><br />
Tamer Ergün, mit den Moderatoren Lena Kappei und Stefan Mair von Team 11 (Foto: Nadja Lucas)</em></p>
<p>Doch während Politiker, Wissenschaftler und Verbände den Fokus erfolgreicher Integrationspolitik immer allein auf das Erlernen der deutschen Sprache legen, verfolgt Yıkıcı einen anderen Ansatz. Bildung durch Informationen. &#8220;Ohne Informationen ist eine Integration nicht möglich&#8221;, so sein Credo.</p>
<p><span id="more-7524"></span></p>
<p>Im Vorfeld dieses <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/ausbildung/studium-generale.html" target="_blank">Studium generale</a> waren sich viele der Nachwuchsjournalisten von <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2012/01/02/willkommen-team-11/" target="_blank">Team 11</a> unklar, welchen Verlauf der Abend mit sich bringen würde. Themen wie Integration, die Lebenswelt der Türken in Deutschland oder die <a href="http://www.bild.de/politik/inland/thilo-sarrazin/ein-jahr-bestseller-autor-thilo-sarrazin-rechnet-ab-19572444.bild.html" target="_blank">Sarrazin-Debatte</a> werden zumeist hitzig und ohne kulturelle Differenzierung geführt. Umso aufschlussreicher gestaltete sich dann der Gesprächsabend im 6. Stock des Axel-Springer-Hochhauses.</p>
<p>&#8220;Die Türkei besitzt die Informationshoheit über die Türken in Deutschland, das muss sich ändern.&#8221; So das Fazit von Tamer Ergün. Das Leben der Türken in Deutschland spiele sich eben nicht in Ankara, Istanbul oder Diyarbakır ab – sondern in Berlin oder in den anderen Sende-gebieten von MetropolFM im Rhein-Main-Gebiet oder im Südwesten der Republik.</p>
<p>Seit Gründung des Senders 1999 habe sich die türkische Gesellschaft Deutschland verändert. Dem musste MetropolFM Rechnung tragen. Wurde anfangs ausschließlich in Türkisch gesendet, setzt man nun auf ein bilinguales Programm. Türkischsprachiger Pop und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Musik_der_T%C3%BCrkei" target="_blank">arabeseke Folklore</a> für die Unterhaltung, Nachrichten aus &#8220;Almanya&#8221; im bilingualen Mix. Aktuelle Informationen aus der Türkei auf Deutsch im knappen Meldungsstil – für Hörer, die zwischen den Welten leben, oft weder Deutsch noch Türkisch perfekt beherrschen. &#8220;Natürlich können die Menschen die Sprache nicht im Radio lernen, doch Radio kann als Orientierung dienen.&#8221;</p>
<p>Voller Euphorie spricht Tamer Ergün Yıkıcı vom Erfolg seines Senders gegen die Konkurrenz von rund 130 türkischen Satelliten-Programmen. Die Identifikation der Türken in Deutschland mit einsprachigen heimischen Medien ist tatsächlich gering. Nach einer <a href="http://www.integration.nrw.de/projekte_konzepte/Integration_Allgemein/Mehrthemenbefragungen_t__rkischst__mmiger/10__mehrthemenbefragung_2009.pdf" target="_blank">Studie des Zentrums für Türkeistudien [pdf]</a> 2009 in Nordrhein-Westfalen konsumieren 96 Prozent aller Migranten vorrangig türkische Medien.</p>
<p>&#8220;Die türkische Sprache ist sehr emotional und Radio braucht Emotionalität.&#8221; Doch nicht allein Sprache entscheidet über das Gelingen von Integration – vielmehr sind es die Inhalte. Viele seiner türkischen Mitbürger könnten mit Begriffen wie &#8220;Kompetenzförderung&#8221;, &#8220;Sprachförderung&#8221; oder &#8220;Grüner Punkt&#8221; nichts anfangen. Wörter wie diese gibt es im Türkischen nicht. Dabei erinnert sich Yikici an eine Unterhaltung mit türkischen Unternehmerverbänden. &#8220;Wir sprachen über Mehrwertsteuererhöhung, da sagte jemand, das betrifft uns ja nicht, das ist nur ne deutsche Angelegenheit. Da habe ich ihn gefragt, in welchem Land er denn sein Geschäft betreibt – in der Türkei oder hier?&#8221;</p>
<p>Auch &#8220;Mülltrennung&#8221; sei Ausdruck einer zutiefst deutschen Charaktereigenschaft. Wenn man türkischen Bürgern aber erkläre, dass es letztlich um Umweltschutz geht, dann würden sie es auch verstehen. – Sozusagen Deutschunterricht verbunden mit Volkshochschule und kulturelle Bildung per Radio. &#8220;In unseren Bildungskampagnen wird ganz klar die Aussage getroffen (auch in beiden Sprachen), dass das Erlernen der deutschen Sprache für die Zukunft der deutschtürkischen Kinder besonders wichtig ist.&#8221;</p>
<p>Immer wieder verweist der Radio-Macher dabei auf seine eigenen Erfahrungen. Geboren 1967 in Istanbul, kam er 1992 zum Studium nach Deutschland, lernte Deutsch zunächst mit Büchern, die er zuvor auf Türkisch gelesen hatte, später mit Zeitungslektüre. Stück für Stück wurde ihm die Fremde vertraut, lernte er die Unterschiede kennen: Deutschland sei eine Wissensgesellschaft, die Türkei eine &#8220;schöne&#8221; Gesellschaft. Er nennt das Beispiel &#8220;Bildungspolitik&#8221; – in der Türkei bedeutete dies schlicht Schulbesuch, in Deutschland erwarte man da schon eher anspruchsvolle Vermittlung etwa von Sozialkompetenz.</p>
<p>Viele seiner türkischen Landsleute, so Ergün, würde das Umfeld, in dem sie leben, nicht hinterfragen, sich mit ihrer Realität in Deutschland nicht genügend auseinandersetzen. Beispiele: Warum feiern die Deutschen Ostern? Was bedeutet ein Sankt-Martins-Umzug? Warum wird Joachim Gauck neuer Bundespräsident? Fragen aus dem Alltag, über die hier lebende Türken nicht sprechen würden. Deshalb werden diese Themen im Programm aufgegriffen.</p>
<p>Ob dieser selbst erteilte Bildungsauftrag nicht der Realität eines kommerziellen Senders widersprechen würde, möchte einer der Journalistenschüler wissen. &#8220;Das deckt sich wunderbar, denn Menschen wollen in einer Gesellschaft vorankommen.&#8221; Der Türke, so Ergün, wolle nicht als Türke anerkannt werden, sondern als ganz normaler Bürger für seine Leistung, nicht für seine Nationalität. Deshalb biete sein Sender konkrete Lebenshilfe für den Alltag. Dazu brauche es aber einen &#8220;türkischen Touch&#8221;, vermittelt durch eine glaubwürdige türkische Stimme – eben Radyo MetropolFM, ist Ergün überzeugt. Deshalb will er bilinguales Informations-Konzept auch auf zwei türkische TV-Sender ausweiten. Probeweise, für zehn Wochen.</p>
<p><em>Victor Reichardt</em></p>
<div id="tweetbutton7524" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F7ch4ebr&amp;text=F%C3%BCr%20erfolgreiche%20Integration%20braucht%20es%20den%20%26%238220%3Bt%C3%BCrkischen%20Touch%26%238221%3B&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fasa-blog.de%2F2012%2F02%2F24%2Ffur-erfolgreiche-integration-braucht-es-den-turkischen-touch%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://asa-blog.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://asa-blog.de/2012/02/24/fur-erfolgreiche-integration-braucht-es-den-turkischen-touch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

