23.6.2009

GASTBLOG: Gestatten, Phipz, 14, Medienprofi

Der Dieter sucht den Superstar, das ZDF den Kanzler und die Regierung wählte 365 Orte aus, zu denen täglich eine Abordnung reist, um auf die besten Ideen des Landes zu treffen. Das Neue, das Bewundernswerte wird gesucht. Am Wochenende habe ich jemanden kennen gelernt, der mit diesen Wettbewerben nichts zu tun hat – deren Sieger macht er trotzdem nass. Darf ich vorstellen?

wasmitmedien

Phipz, ganz korrekt Philipp Riederle, wohnt in der Nähe von München, ist 14 Jahre alt, Schüler und derzeit Deutschlands erfolgreichster Podcaster. Ich bin bei der Niche09, dem Podcamp München, auf ihn gestoßen.  Er ist der Macher des Video-Podcasts “Mein iPhone und ich”.

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22.6.2009

Wer im Glashaus sitzt (Linksverkehr 26)

Seit das NDR-Medienmagazin “Zapp” vergangenen Mittwoch einen Beitrag über hoch dotierte PR-Auftritte öffentlich-rechtlicher Moderatoren gesendet hat, ist die Entrüstung in der Branche groß. Viele Zeitungen berichten, überall Kritik an Tom Buhrow & Co. Völlig zu recht, meine ich, unabhängiger Journalismus sieht anders aus. Aber wo bleibt die Recherche in den eigenen Reihen? Welche Printkollegen kassieren für Vorträge, Diskussionsrunden oder Moderationen bei Firmenveranstaltungen? Wäre doch mal ganz interessant. Oder?

(Ums Thema Glaubwürdigkeit geht es auch hier.)

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2.6.2009

“Schräger Sozialismus” (Linksverkehr 25)

Die “taz” beschäftigt sich heute unter dem Titel “Wir lassen keinen absaufen” mit dem “schrägen Sozialismus” der Bundesregierung, die nach der “Opel-Rettung” nun mit Blick auf die Bundestagswahl weiteren maroden Unternehmen unter die Arme zu greifen droht.


“Die Zockermentalität ist anscheinend vom Bankenwesen in die Politik gewandert”, kommentiert Barbara Dribbusch. Die Steuerzahler würden “zwangsweise zu Risikounternehmern gemacht.” Dribbuschs Fazit: “Umverteilungssysteme müssen transparent sein und Grenzen aufweisen, um glaubwürdig zu wirken. Denn sind wir nicht alle irgendwie benachteiligt, zumindest als Steuer- und Beitragszahler? Diese Sorge untergräbt den Sozialstaat – vielleicht sogar nachhaltiger, als eine Opel-Insolvenz es getan hätte.” Lesenswert.

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24.5.2009

Happy birthday! Welt Kompakt wird fünf

“Mut, Kreativität, Lust auf Neues”, mit dieser Schlagzeile zur Wahl von “Horst wer?” zum Bundespräsidenten ist “Welt Kompakt” heute vor fünf Jahren zum ersten Mal erschienen. Das Motto des Staatsoberhaupts hatten wir auch auf uns bezogen. Jetzt ist Horst Köhler wiedergewählt, und Deutschlands erste überregionale Qualitätszeitung im kleinen Format feiert ihren Geburtstag morgen mit einer Jubiläumsausgabe.

Vor 5 Jahren gestartet, erscheint “Welt Kompakt”
heute – mit einem riesi
gen QR-Code auf dem Titel -
in 44 Städten. Und die Erfolgsgeschichte
der Kleinen ist noch nicht zu Ende

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21.5.2009

Zeitkritik (Linksverkehr 24)

“Was hat den Wirtschaftsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg dazu bewogen, Parka, Jeans und Baseballkappe anzulegen und einem Konzert der Rockband AC/DC beizuwohnen?”, fragt “Die Zeit” gequält originell auf ihrer Titelseite, um in der Rubrik “Prominent ignoriert” mal einen Freiherrn und Wirtschaftsminister im – uijuiju! – Parka (und ohne Baseballkappe) zeigen zu können. Na sowas aber auch, geziemt sich nicht!

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29.4.2009

Humanglobales Nagel-Fest

Und wieder eine Auszeichnung für die Trophäenwand der Akademie, und dieses Mal werden die Nägel für die Urkunden gleich mitgeliefert:

“Humanglobaler Zufall”, unser Magazin mit dem roten Faden, hat beim Wettbewerb des Art Directors Club gleich zwei silberne Nägel gewonnen! Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »

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12.4.2009

Von Hasen und Hunden (Linksverkehr 22)

Was gibt es Schöneres, als an einem ruhigen freien Tag im warmen Sonnenlicht – links den Cappuccino, rechts dieser unwiderstehliche selbst erlegte Schokohase – gemütlich Zeitung zu lesen?

Heute also keine Kritik an schlecht geschriebenen Geschichten, merkwürdigen Fotos oder Schlagzeilen, die keine sind, sondern nur eine Empfehlung: in den Sonntagszeitungen die besten Artikel suchen, die Nougat-Eier unter den Texten sozusagen, und genießen!

Einer meiner Tipps für Wirtschaftsinteressierte, nein, eigentlich für alle: der Kommentar “Dicke Hunde” von Winand von Petersdorff auf Seite 30 der “FAS”: “Man möchte ja gar nicht glauben, wie viele Persönlichkeiten der Wirtschaftswelt in diesen Tagen an Regierungstüren kratzen und um Steuergeld winseln. Man wünschte sich vielleicht etwas mehr Stolz der Bittsteller, aber im Grunde regt man sich schon gar nicht mehr auf über das große Retten. Es sei denn…”

Und falls Sie sich die 2,90 € für die Zeitung (oder die 2 € für den Download des Textes) sparen wollen, was nicht nur aus konjunkturellen Gründen schade wäre, hier einige Merksätze. Oder wie der Autor sagt: “Mit ein paar Grundsätzen müssen wir jetzt doch noch einmal nerven.”

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7.4.2009

GASTBLOG: Sind Journalisten alle doof?

“Alle chatten, alle twittern, nur hat keiner das Handwerk, mir etwas Sinnvolles zu sagen… Geschwindigkeit ist kein Wert an sich.” So wird der Unterhaltungschef des RBB, Helmut Lehnert, von der unlängst zu Ende gegangenen re-publica in Berlin zitiert. Und man fragt sich, warum erwachsene Menschen immer noch so sehr in solchem Pauschaldenken verfangen sind.

Hat kein Journalist eine Idee, eine Inspiration, irgendetwas von Relevanz zu erzählen? Wenn man angesichts einer solch pauschalen Aussage auf die Idee käme, sich auf diese Diskussion erst gar nicht einzulassen, weil es keinen Sinn macht, über Thesen zu diskutieren, die so pauschal sind, dass sie nicht mal meine die 1. Klasse besuchende Tochter verwenden würde, dann wäre das völlig berechtigt. Warum aber (an dieser Stelle denken Sie sich bitte einen in Eigenzensur vernichteten Fluch) muss man dann allen Ernstes immer noch auf diesem Niveau debattieren, wenn es um das Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten, zwischen alten und neuen Medien geht?
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30.3.2009

Lorenzos Legende (Linksverkehr 21)

“Bitte keine neuen Legenden,” sagt Giovanni di Lorenzo heute im “Spiegel” zum Gerücht, er könnte 2010 neuer Chefredakteur der “Süddeutschen Zeitung” werden. “Es gibt nicht einmal den Ansatz eines Gesprächs. Und ich habe auch nicht vor, meine Zeitung zu verlassen.”

Neue Legenden?

Meint der Chef der “Zeit” damit die harmlose Personalspekulation im kleinen “Cicero”, der Lorenzo durch sein Dementi im großen “Spiegel” mal so richtig Breitenwirkung gibt? Oder denkt er an die Legende, man könne ihm bei solchen Dementis trauen?

Es ist genau fünf Jahre her, da berichtete die “Welt” über einen bevorstehenden Wechsel des damaligen “Tagesspiegel”-Chefs zur “Zeit”. Die Quelle war sehr gut, aber die Lorenzo bestritt den Wahrheitsgehalt der Meldung und beschwerte sich persönlich. Geschichten müsse man doch, so riet er fürsorglich, von ihrem Ende her erzählen.

Das Ende der Geschichte ist bekannt.

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27.3.2009

Na toll! (Linksverkehr 20)

Die Sonne strahlt vom tiefblauen Himmel, das Wochenende naht – höchste Zeit also für ein paar bad news aus der Medienwelt… Denn heute ist ein schwarzer Freitag. Sogar Online leidet. Und Maxim ist tot.

Hat jemand vielleicht noch eine schlechte Nachricht? Alternative würde ich auch zwei gute nehmen!

Geschrieben von jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 5 Kommentare »

21.3.2009

Heimat Berlin

Die Ankündigung trifft uns unvorbereitet und in denkbar schlechter Stimmung: Team 5 der Axel Springer Akademie wird eine besondere Ausgabe der B.Z. produzieren. Das Thema wird sein: Positive Integration von Ausländern.

Gerade haben wir die Kritik unserer ersten Übungszeitung “Berliner Feder” hinter uns und gelernt, was man bei der Herstellung eines Blattes alles falsch machen kann: Mangelnde Lesernähe, verkehrte Themengewichtung, trockene Texte, schlechte Optiken. Die Reaktion auf das neue Projekt ist entsprechend gespalten.

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Geschrieben von student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 82 Kommentare »

20.3.2009

Braucht die “Bunte” Geld? (Linksverkehr 18)

In den vergangenen fünf Jahren ist der Einzelverkauf von “Bunte” um 17 % eingebrochen. Das ist ‘ne Menge Holz und – genau wie bei uns – macht man sich auch bei Burda Gedanken, wo(mit) sich in Zukunft Geld verdienen lässt. Wenn’s mit Anzeigen allein nicht mehr funktioniert, dann vielleicht mit Anzeigen-Werbung?

In der aktuellen Ausgabe nimmt das People-Magazin nämlich dreist redaktionell Bezug auf eine Anzeige im eigenen Blatt:


(Ausriss BUNTE 13/09 – anklicken für Seitenansicht)

Aus Ziffer 7 des Pressekodex’ des Deutschen Presserats:

Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken.

Geschrieben von amayer Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 3 Kommentare »

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