Wenn Journalisten TV-Geschichte(n) schreiben
Philip Volkmann-Schluck, Absolvent aus Team 2 der Akademie, hat gestern den Konrad-Adenauer-Journalistenpreis in der Kategorie Investigativer Journalismus erhalten. Der 31-jährige Redakteur des „Hamburger Abendblatts“, inzwischen bei der „Berliner Morgenpost“, hatte wochenlang seine ganze Energie in den Fall Kate Amayo gesteckt, dadurch einen Abschiebeskandal aufgedeckt und am Ende dazu beigetragen, dass die 20-jährige Spitzen-Abiturientin aus Ghana in Deutschland bleiben durfte.

Preisträger Volkmann-Schluck mit dem Vorsitzenden der
Konrad-Adenauer-Stiftung Gert Pöttering (l.) und Jury-Chef
Dieter Golombek (r.). Foto: KAS
Die Adenauer-Stiftung würdigte darüber hinaus, dass Volkmann-Schluck „mit seiner Arbeit eine bundesweit längst überfällige Debatte“ über das Bleiberecht für Jugendliche angestoßen habe. Er begleitete den Fall Amayo in der Woche vor dem Abreisedatum täglich mit Reportagen, bis die Härtefallkommission der Bürgerschaft die Abschiebung schließlich stoppte.

In dem ARD-Spielfilm übernimmt Jan Fedder die Hauptrolle
des Hafenpastors Stefan Book, Martina Offeh spielt die
von der Abschiebung bedrohte Adoma. Foto: ARD/Degeto
Durch Volkmann-Schlucks Berichte aufmerksam geworden verfilmt nun der bekannte Produzent Markus Trebitsch – leicht abgewandelt – Kates Geschichte für die ARD: „Inspiriert durch sie erzählen wir das Schicksal der 19-jährigen Adoma.“ Ein doppelter Glückwunsch an Philip Volkmann-Schluck: zu einer der bedeutendsten Auszeichnungen, die deutsche Journalisten bekommen können, und nun zum Happy End im Fernsehen. So was passiert nicht oft in einem Journalistenleben!
Autor: mtspahl Kategorie: A bis Z | Keine Kommentare »
