Award der Woche für Matthias Stach
“Unfassbar”. Es gibt Momente, da belässt es Matthias Stach bei diesem einzigen Wort. Und das obwohl Matthias Stach von Beruf aus ein Mann der vielen Worte ist. Seit mehr als 20 Jahren ist er Sportkommentator. “Die Faszination am Job ist ungebrochen”, sagt der 46-jährige Braunschweiger. Und das hört man bei jedem einzelnen Spiel.

Welcher Sportfan kennt das nicht: Man schaut Fernsehen, alles ist gut, nur der Kommentator stört, diese Nervensäge! Eigentlich könnte man den auch abstellen. Erzählt doch sowieso nichts Neues. Doch manchmal gibt es auch Situationen, da sitzt man auf der Couch und denkt: “Woher weiß der das denn?” Und schnell erklärt sich alles von allein: Matthias Stach sitzt am Mikrofon.
Wir kennen die Lieblingsspeisen und Duschrituale der Spieler. Und wo die Verwandten im Urlaub waren, wissen wir auch. Es sind diese Geschichten, die es ausmachen. Nie langweilig, immer überraschend. Kaum eine Sportart, von der Stach nicht berichtet. Doch seine große Leidenschaft, das ist Tennis. Nach langen Matches ist er selbst “mental durch”. Und manchmal sind es auch nur einzelne Szenen, von denen er minutenlang schwärmt. “Unfassbar” sind die dann halt.
“Der Legende nach wollte ich schon mit sechs Jahren Reporter werden”, sagt Stach. Dabei hatte der Mann mit den kurzen blonden Haaren selbst aussichtsreiche Chancen auf eine Sportlerkarriere. Eine Zeit lang spielte Stach in der Tennis-Bundesliga. Und im Fußball reichte es immerhin für die vierte Liga. Für Stach, den Kommentator, war diese Zeit enorm wichtig. “Es ist bestimmt nicht von Nachteil, dass ich selbst aktiv war. Ich bin bis heute mehr Sportler als Journalist”, sagt Stach. Mit dem Österreicher Thomas Muster hat er damals sogar zusammengespielt. Und dann bestätigt Stach genau das, was man als Fernsehzuschauer so spürt. “Die Profis wissen, ich bin einer von ihnen.”
Zur Nummer Eins der Tenniswelt, Roger Federer, hat Stach ein ganz besonderes Verhältnis. Mit dem Schweizer hat er fürs Fernsehen schon Bälle geschlagen. Sogar in Federers New Yorker Suite durfte er zu einem Interview. In Stachs Telefonbuch fehlt kein Name. Selbst mit den Ehefrauen und Familienmitgliedern telefoniert Stach vor den Spielen. “Es gibt ein Agreement. Ich weiß, was ich erzählen darf und was nicht”, sagt Stach. Diesen Draht hat er sich über Jahre hinweg aufgebaut, für Stach war immer klar: Nur so kann ich gute Geschichten erzählen.
Neben Tennis auf Eurosport kommentiert der studierte Sportwissenschaftler auch Fußball-Bundesliga auf Sky. Beim Fußball, erklärt Stach, kommt es darauf an “während des Spiels tiefer zu analysieren”. Das Aufzählen von Statistiken ist für Stach nichts. “Ich war immer an den Menschen interessiert”, sagt der Vater dreier Kinder. Er versucht es zu vermeiden, Informationen aus der Zeitung zu verwerten. Lieber mit den Leuten selbst sprechen, ist die Devise.
Sportreporter ist und bleibt ein Traumberuf. Und das will der Zuschauer nun mal hören und sehen. Matthias Stach steht mit seinen exklusiven Geschichten, mit seiner Begeisterung und guten Analysen wie kaum ein anderer für diesen Traumberuf.
Lukas Hermsmeier
Autor: student Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 9 Kommentare »

Am 13. Dezember 2009 um 14:41 Uhr
Macht Lust auf den Traumberuf!
Am 20. Januar 2010 um 15:36 Uhr
Ich freue mich jedes Mal, wenn Matthias Stach ein interessantes Tennis-Match kommentiert. Er beeindruckt mich jedesmal durch seinen Mix aus enormen Fachwissen, Emotionen und interessanten Details zwischendurch. Wirkt echt sympathisch und lässt einen noch mehr mitgehen.
Für mich der Beste!
Am 30. Januar 2010 um 20:42 Uhr
Da kommentiert ein gewisser Matthias Stach seit Jahren Tennisturniere bei Eurosport. Sein Redefluss und deren Inhalte sind im höchsten Maße unangenehm, schleimig und meist mit Tratschgeschichten durchzogen.
Bei dieser Sportart ist es störend, während des Spielverlaufes Erklärungen oder Kommentare abzugeben. Es genügen Hintergrundinformationen in den Pausen.
Dazu kommt noch bei Herrn Stach, dass dieser sogar bei hochspannenden Spielsituationen, Tratsch und Familienverhältnisse der Spieler ausplaudert.
Diese Mann ist wahrlich für alle Tennisfreunde entbehrlich und verzichtbar.
Am 30. März 2010 um 00:45 Uhr
Ganz meiner Meinung!
Klasse Kommentare, informativ, unterhaltsam und klug
Danke Mätti
Am 13. September 2010 um 23:06 Uhr
Ich kann mich nr. 3 nur anschließen. Wenn ich eine Lieb-Lobes-Hymne über seinen ach so bevorzugten Djokovic hören will, dann sicher nicht bei einem US Open Finale. Was immer der Gegner seiner Lieblings tut, wird nicht beachtet oder angesprochen, hauptsache er rückt sein Engelchen ins beste Licht.
Ganz nebenbei finde ich es jedesmal wieder unmöglich, dass er ständig “OnkelToni” erwähnt. Ist das sein Onkel?
Wo hat der Typ seine Manieren her? Aus der Mülltonne?
Blödes unnötiges Gewäsch kann ich nur sagen.
Ich stell mittlerweile den Ton ab, wenn er sabbelt.
Am 13. Mai 2011 um 13:22 Uhr
Unfassbar – es ist schwer Sport gut zu kommentieren und das was Matthias Stach beim Tennis macht ist unfassbar gut. Und mit Sicherheit ist es ein großer Vorteil, dass er selbst Tennis und Fußball auf sehr hohem Level gespielt hat. Eurosport ist mit ihm in Sachen Tennis mit Abstand das Beste Programm. Danke!
Am 4. Juni 2011 um 14:37 Uhr
Seit Gran Slams im Free-TV nur vom Euro Sport übertragen werden, muss ich beinah alle Tennis Spiele fast tonlos verfolgen, denn auf so ein besser Wisser Schwachsinn wie die Kommentare vom Hr Stach kann man getrost verzichten.Sie sind nicht nur nervlich und entbehrlich bei hochspannenden Spielsituationen aber gar schädlich für das Tennis. Wann verbietet man ihm endlich Tennis spiele kommentieren?Vielleicht schon was vom Gerd Szepanski gehört?
Am 23. Juni 2011 um 21:08 Uhr
Er lebt tennis. Und das merkt man in jeder einzelnen Übertragung. Das macht ihn zum besten.
Am 2. Juli 2011 um 23:42 Uhr
Verwunderlich, dass so viele ihn gut finden, er ist nun wirklich die Schleimigkeit in Person, mit all seinen dummen Tratschgeschichten, die zudem eher selten stimmen. Ich kann mich nicht daran entsinnen, dass irgendein kritisches Thema wie Doping(internationale führende Experten werfen Tennis ‘Window-dressing’ in Anti-Dopingbemühungen vor), Gamesmanship ala Nadal & Djokovic & Williams, mysteriöse Verletzungsauszeiten & Bathroom-breaks und plötzlich revitalisierte Spieler, Verzögerungen beim Aufschlag, unfähige Schiedsrichter die sich einschüchtern lassen von Nadal & Co. usw. & usf., jemals von ihm erwähnt bzw. angesprochen worden sind oder gar als dergleichen tituliert wurden während eines Matches. Dafür quasselt ER ohne unterlass, oftmals auch während den gespielten Punkten und unternimmt jeden proktolgischen Versuch sich den Topspielern anzubiedern. Nein Danke, zu all seiner Belanglosigkei.