10.11.2008

Team 1 in New York (X) – Nachtrag Roland Lauder

„It can be done!“

Dieser Spruch könnte vom frisch gewählten und kommenden US-Präsidenten Barack Obama stammen, ist jedoch das Lebensmotto von Ronald Stephen Lauder. 1944 geboren in New York, blickt er jeden Tag auf diese, seine Lieblingszeile. Sie steht in einem Bilderrahmen auf seinem Schreibtisch in dem nach ihm benannten Gebäude an der 5th Avenue. Gleich neben den vier antiken (aber funktionierenden) Telefonen unterschiedlicher Generationen.„It can be done“ – kein Wunder, dass es für den Kunstsammler und Vorsitzenden des jüdischen Weltkongresses scheinbar keine Hindernisse gibt. Aus seinem privaten Büro im 42. Stockwerk blickt Lauder über die unendliche Weite des Central Parks und den Norden New Yorks. Team 1 bleibt bei diesem Ausblick der Atem weg.
Grenzenlos scheint auch Lauders Lust auf die Kunst zu sein. Seine Vorlieben: Werke deutscher und österreichischer Künstler des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Das Geld dafür hat er – als Erbe des Kosmetikkonzerns Estée Lauder. Er steht mit seinem geschätzten 2,7-Milliarden-Dollar-Vermögen auf Platz 224 der Forbes-Liste.

Lauder und seine Assistentin führen uns durch die Büro-Räume, in denen gleichzeitig Lauders private Kunstsammlung ausgestellt ist. Team 1 bekommt einen exklusiven Einblick in die Luxus-Etage des einflussreichen Milliarden-Mannes. Fotos mit Noch-Präsident George W. Bush hängen an einer Wand. Hier kommen sonst keine Journalisten rein.

Welche Werke der Ex-Botschafter Österreichs von welchen Künstlern besitzt, wissen nun (fast) nur wir. Aber wir dürfen es nicht schreiben. Auch Fotos von den Räumlichkeiten sind nicht erlaubt. Das Interesse von Museen und anderen Sammlern wäre zu groß. Eines aber können wir verraten: Sie sind Millionen Wert – und niemand von uns muss nach dem Termin die Qualität seiner Haftpflicht-Versicherung testen…

Lauder beantwortet freundlich unsere Fragen, wirkt aber unruhig. Er muss zurück ins Büro. Schließlich steht am gleichen Abend die Präsidentschafts-Wahl an, auf die er keinen Einfluss mehr nehmen kann. Sein Motto „It can be done“ wird an diesem Abend ein anderer leben: Barack Obama. Aber auch wir spüren kurz die Aura der Macht. Wir haben uns gerade mit einem enorm einflussreichen Menschen unterhalten, schauen aus einem der teuersten Räume der Welt über New York. Ein unglaublicher Augenblick und ein Höhepunkt unserer Reise.  

Julien Wolff und Alexander Holzapfel

 

 

Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Gäste der Akademie, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »

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