Team 1 in New York (V): Die Wahlnacht
Tränen. Freude. Erleichterung. Als die weltverändernde Nachricht auf den riesigen Flachbild-Fernsehern in der “Bounce Deuce“ erscheint, bricht bei den Gästen in der Bar in East Village ohrenbetäubender Jubel aus. “Barack Obama elected president“ senden CNN und NBC um 23.02 Uhr New Yorker Zeit. In der Bar an der 2nd Avenue erleben wir gemeinsam mit New Yorkern – überwiegend Studenten - den historischen Moment: Amerika hat seinen ersten schwarzen Präsidenten gewählt.

Wir, das Team 1, und Jan-Eric Peters sind mittendrin. In dem Land, auf das an diesem Abend die ganze Welt blickt. Der Direktor der Axel Springer Akademie hat seinen Urlaub unterbrochen und uns Studenten nach dem Empfang im deutschen Generalkonsulat und der anschließenden Zertifikatsverleihung in die Bar begleitet.
Aber nicht nur in der Bounce Deuce, auch auf der Straße rührt der Wahlausgang die Menschen zu Tränen. Vorbeigehende New Yorker weinen vor Freude und verfolgen das Geschehen durch die Fenster auf den Bildschirmen. Sie schlagen die Hände vor dem Gesicht zusammen, als hätten sie trotz aller Hoffnung einen Sieg Obamas für schwer möglich gehalten.

Als der Sieger Obama in Chicago auf die Bühne tritt und seine erste Rede nach der Wahl zum Präsidenten hält, johlen und klatschen alle. “O-BA-MA“, singen die Demokraten in der Bar. Die große Mehrheit der New Yorker hat Obama gewählt. Aus ihrem Schlachtruf “yes we can“ wird in diesem Moment “yes we did.“ Sie rufen es so laut, dass wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen.
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Video: Team 1
Die Asiaten, die Afro-Amerikaner, die Mexikaner und die Weißen in der Bar hofften bereits seit dem Nachmittag gemeinsam auf den Umschwung in Amerika. Ausgrenzung, Rassismus und Benachteiligung scheint es an diesem Abend nicht zu geben. Als Obama als neuer Präsident feststeht, singen und tanzen die Menschen auf den Straßen. Es ist eine Nacht, die Team 1 nicht vergessen wird.
Julien Wolff und Alexander Holzapfel
Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | 14 Kommentare »

Am 5. November 2008 um 14:17 Uhr
Gänsehaut!!! Mir kommt bloss das spontan angezündete Auto inklusive 15-Mann-Löschzug etwas zu kurz
Am 5. November 2008 um 15:00 Uhr
PS Mein Freund Barack sagt all this happened because of me:
—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Barack Obama [mailto:info@barackobama.com]
Gesendet: Mi 05.11.2008 07:50
An: Anna Bayern
Betreff: How this happened
Anna –
I’m about to head to Grant Park to talk to everyone gathered there, but I wanted to write to you first.
We just made history.
And I don’t want you to forget how we did it.
You made history every single day during this campaign — every day you knocked on doors, made a donation, or talked to your family, friends, and neighbors about why you believe it’s time for change.
I want to thank all of you who gave your time, talent, and passion to this campaign.
We have a lot of work to do to get our country back on track, and I’ll be in touch soon about what comes next.
But I want to be very clear about one thing…
All of this happened because of you.
Thank you,
Barack
-SO. Jetzt seid Ihr dran!
Am 5. November 2008 um 16:04 Uhr
irre!
jetzt bist du nicht nur für unsere grandiose terminplanung, sondern auch für den wahlsieg obamas verantwortlich!
mir hat er nicht geschrieben. sandra maischberger übrigens auch nicht. wo waren den gestern unsere neuen freunde von der ey ar die? doch noch anschluss gefunden?
ich freue mich jetzt auf meinen freund lars. “mal schauen, wie meine aktien stehen”, gibt mein zimmerkollege marco grad zu protokoll. was die uns bei der nyse wohl für unsere gestern erhaltenen zertifikate geben würden.
guten morgen!
Am 5. November 2008 um 19:54 Uhr
Gar nichts natürlich! Die sind u n b e z a h l b a r !
Am 6. November 2008 um 09:16 Uhr
Ach, das klingt alles soooo aufregend. Wäre super gern bei Euch in New York. Genießt die Stadt und lasst es Euch gut gehen. Eure Gabi
Am 7. November 2008 um 16:13 Uhr
@ jep: u n b e z a h l b a r ist auch das foto von den (zitat) “beiden spacken in der u-bahn”
@ gabi: heißer tipp – h. m. hat gefühlte zwei koffer o-ba-ma-shirts importiert
Am 7. November 2008 um 21:55 Uhr
@ marco
Das belastende Material ist bei mir in sicheren Händen (bis man es mal brauchen kann).
Am 9. November 2008 um 01:01 Uhr
@ jep
dann schlage ich einen waffenstillstand vor!
Am 9. November 2008 um 12:37 Uhr
@ hagen
Was rief John McCain allen Wahl-Amerikanern im Bounce an der 2nd Avenue zu? “Americans never quit. We never surrender.”
Aber wieso überhaupt Waffenstillstand? Habe ich da irgendwas verpasst? Ist Krieg?
“We have never been just a collection of individuals”, hat O-ba-ma gesagt. “We are, and always will be, the United States of America!”
Yes, we can.
Am 10. November 2008 um 13:37 Uhr
SIE haben mit der eskalation begonnen und “belastendendes material” angekündigt. wir wissen, dass es sich bei dem material lediglich um den harmlosen schnappschuss zweier siegestrunkener obama-fans handelt.
einen krieg auszurufen halte ich daher schon für etwas übertrieben.
ihr zitierter obama-satz lässt sich übrigens eins zu eins auf das dream-team-1 anwenden!
Am 10. November 2008 um 13:52 Uhr
@ hagen
Genau deshalb habe ich ihn ja zitiert… Aber schön, dass Sie’s gemerkt haben.
Am 10. November 2008 um 17:26 Uhr
naja, düsseldorf befindet sich eben schon im vor-karnevals-rausch. da muss man nicht alles auf anhieb und sofort verstehen.
Am 10. November 2008 um 22:44 Uhr
nicht düsseldorf befindet sich im vor-karnevals-rausch, sondern du.
Am 11. November 2008 um 18:07 Uhr
nix rausch! weder ich noch düsseldorf. die party steigt offenbar in …köln! – tragisch!