Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
Anglizismen sind der natürliche Feind jedes eifrigen Journalisten. So haben sich seinerzeit viele aufgemacht, den Namen dieser Berliner Initiative in passendes Deutsch zu übertragen. Doch weder “tropfendes Wissen” noch die Alternative “Wissen fallen lassen” mochten so recht passen. Und sexy klang das schon gar nicht.
Die Idee des gemeinnützigen Vereins: Das Wissen (knowledge) soll von Mensch zu Mensch weiter verschenkt werden (dropping). Jeder kann seine Fragen auf eine Online-Datenbank stellen und erhält gleichfalls das Recht auf Antworten. 2003 entstand so ein medienkritisches Projekt, das mit der Themenhoheit der internationalen Medienhäuser brechen wollte um das Agenda-Setting an die Öffentlichkeit zu geben. Der Award der Woche geht an droppingknowledge.org.
Wie angekündigt, hat sich mein Coming-out-Drang gelegt, ich nehme 2008 wieder mit vollster Crossmedia-Überzeugung in Angriff, freue mich auf Team 3, viele schöne neue Crossmedia-Projekte und Workshops.
Was dagegen langsam ein bisschen nachlassen dürfte, ist der Ausstoß der Begriffs-Maschinerie (für alle Angesprochenen: das buzzwording). Jetzt haben sich die Experten von ZenithOptimedia etwas Neues ausgedacht, Trend 2008 sei – tataaa:
Ja, witzig. Im Kleingedruckten erkennt man dann, dass es sich schlicht um “user generated content” handelt. Immer noch spannend und längst nicht ausgereizt, aber natürlich als Trendbegriff tot und deshalb musste ganz offensichtlich ein neuer Name her. Danke dafür.