So ist’s in Berlin
Ein großer Verlag, 19 Journalistenschüler, ein gemeinsames Ziel: alles über modernen Journalismus lernen. Am 2. Juli hat für uns die Ausbildung an der Axel Springer Akademie in Berlin begonnen. Keiner wusste genau, was uns erwartet, jeder von uns war nervös. Nach einer Woche heißt es aber: Entwarnung! Es macht Spaß, wir lernen viel.
Schon in den ersten Tagen hatten wir die Chance, nach einer kurzen theoretischen Einführung in den Nachrichtenjournalismus selbst Texte zu verfassen. Gerd Roth von der Deutschen Presse-Agentur hat uns das scheinbar trockene Thema in spannenden und witzigen Unterrichtseinheiten vermittelt. Wir haben viele, viele Übungen gemacht und immer wieder kritisch die Texte diskutiert. Ende der Woche gab uns dann Michel Rauch von der „Bild“-Zeitung einen Einblick in die Welt der Boulevardnachrichten.
Durch die tägliche Blattkritik bei Jan-Eric Peters haben wir gelernt, dass bei Boulevard- und Abo-Zeitungen die gleichen Regeln für Nachrichten gelten – was uns zunächst einmal überraschte – und dass die Unterschiede vor allem in der Auswahl und Gewichtung liegen; wir haben gehört, worauf es beim Blatt machen ankommt und gesehen, warum das Zusammenspiel von Überschrift, Foto und Bildunterschrift so wichtig ist.
Auch die ersten Abendveranstaltungen standen auf dem Programm. Am Dienstag hat uns Rainer Laabs, Leiter des Unternehmensarchivs, die Geschichte Axel Springers und seines Verlages erzählt. Und am Donnerstag stellte uns Rowan Barnett, Chefredakteur des „Avastar“, seine Zeitung für die virtuelle Welt des „Second Life“ vor. Bald schon werden wir den ersten Gast des Studium generale begrüßen können.
Gestern haben wir Schüler uns dann gemeinsam auf den Weg gemacht, unsere neue Heimat Berlin zu erkunden. Für viele hat mit der Ausbildung ja gleichzeitig ein neues Leben in einer fremden Stadt begonnen. Aachen, Hamburg, Köln oder Nürnberg, aus fast allen Teilen der Republik sind wir gekommen, um an der Akademie und in den Redaktionen des Hauses unseren Beruf zu erlernen.
Als Fazit der ersten Woche in Berlin bleibt nur zu sagen: Groß, neu, anders! Und aufregend!
Stephanie Morcinek
Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung | 11 Kommentare »

Am 8. Juli 2007 um 19:18 Uhr
Na der Beitrag lässt sich mal lesen!
Am 8. Juli 2007 um 22:28 Uhr
Gut gemacht Stephie!
Gleich alles beherzigt, was uns der Herr Roth über den ersten Satz beigebracht hat : )
Grüße!
Am 8. Juli 2007 um 22:59 Uhr
Deinen Artikel finde ich toll, Steffi, mach weiter so… Papa
Am 9. Juli 2007 um 09:58 Uhr
Freut mich, dass die erste Woche so gut angekommen ist! Ich verspreche, die zweite wird noch spannender. Es geht schnell voran. In einem halben Jahr sitzen Sie schon in der Redaktion von “Welt Kompakt” und machen Zeitung. Ihre Kollegen von Team 1 schlagen sich dort sehr gut. Sören Kittel, der am Sonnabend noch mit Sandra Basan eine Sonderschicht bei “Welt Online” eingelegt hat, beschreibt heute beispielsweise unter dem Titel “Singen, tanzen, Erde retten” sehr schön das Thema des Tages “Live Earth”-Konzerte.
Am 9. Juli 2007 um 18:57 Uhr
Hola guapa!
Muy bien hecho -estoy reorgullosa de vos, Carla rubia:)
Am 9. Juli 2007 um 23:22 Uhr
@ jep
was keiner weiß: die doppelseite des kollegen kittel über die konzerte wäre um ein haar NOCH extravaganter geraten. sein zeilenvorschlag (“Kurz – Kurz – Kurz – Lang -Lang -Lang – Kurz – Kurz -Kurz”) scheiterte jedoch knapp am lesbarkeits-test der chefredaktion…
Am 9. Juli 2007 um 23:32 Uhr
@Hagen: Ja, Du hast ja recht… vielleicht hätte ich den Morsecode lautmalerisch mit “tüt” bzw. “tüüüt” ausrücken sollen. Dann hätte die Zeile jeden Härtetest bestanden, oder? Deine (?) Zeile “Musterstudent. Arzt. Terrorist!” Hat’s schließlich auch reingeschafft…
Am 11. Juli 2007 um 10:42 Uhr
verkaufe (für eine schlagzeile) deine seele nicht!
Am 11. Juli 2007 um 18:24 Uhr
@Hagen und Sören
extreme KÖRZDÖRFERING !!!
Am 14. Juli 2007 um 14:15 Uhr
@ trex
ich habe für eine schlagzeile schon vieles verkauft, meine seele wollte bislang noch keiner haben…
@ caren
danke.
Am 19. Juli 2007 um 08:48 Uhr
Hallo Steffi,
dein Beitrag ist gut zu lesen. Gefällt mir!
Du schaffst das!
Mama