Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
Wer kennt es nicht? Der Arbeitstag war stressig, das Abendbrot fiel spärlich aus und das Einzige, das man sich in diesem Augenblick wünscht, ist auf’s Sofa zu sinken, um vor dem Fernseher zu entspannen. Und welche Programme gefallen einem jetzt? Gar keine! Und welche gefallen einem nicht? Der ganze Rest!
Abhilfe verspricht eine neuartige Software namens Joost. Sie ermöglicht, programm- und zeitunabhängige Fernsehinhalte über das Internet zu empfangen. Wobei “empfangen” wohl das falsche Wort ist.
Live aus Brüssel, nah an den Menschen – wir machen “Boulevard” im engsten Sinn des Wortes: auf der Straße. Hier an der Häuserecke im Rotlichtviertel rund um die Boulevard-Avenue ist der Knotenpunkt unseres Brüssel-Blogs: ein freies WLAN-Netz zum Unterwegs-Bloggen zwischen Europa-Parlament, Hotel und Atomium. Schnell und zuverlässig. Wir sind präsent – direkt an der Bordsteinkante, mitten unter Touristen und Einheimischen.
Es gibt wieder Neues aus der Europastadt, von unserem Team bei den “European Youth Media Days”. Heute geht es um die Bundeskanzlerin, die perfekte Frage und den, der eigentlich nichts verraten darf…
Diskretion ist sein Geschäft. Er weiß, wie sich Bundeskanzlerin Angela Merkel die Zeit vertreibt, welches Parfum sie benutzt. Er weiß auch, wo sie auf dem Weg zwischen Plenarsaal im Europäischen Parlament und dunkler Limousine am ehesten mit Journalisten redet. Aber er, der Merkel-Chauffeur, sagt nur selten etwas. Irgendwann zwischen Achtlosigkeit und Langeweile. Das ist unsere Chance.
Die Sicherheitsmänner sind skeptisch, doch Schäuble nickt entspannt. Dann ein plötzliches Handzeichen. Oh, der Minister möchte noch zu Ende kauen. Fettnäpfchen! Ich hatte zuvor nicht gesehen, dass der er mit dem Verzehr eines Käsebrötchens, das sich übrigens nicht von denen in der Economy-Class unterscheidet, beschäftigt ist. Schlechter Start für ein Blitz-Interview über den Wolken.
Da wartet man doch gern etwas länger, sogar in einem überfüllten Warteraum am Berliner Flughafen. Es ist eben alles eine Sache der Entschädigung: Auf unserem Flug nach Brüssel, wo unser fünfköpfiges Akademie-Team einen Filmbeitrag über den Europäischen Jugendmedienkongress drehen wird, ist nämlich Prominenz an Bord. Und die lässt auf sich warten. Berufsbedingt. Aber immerhin kommt er dann doch noch – 25 Minuten nach der eigentlichen Abflugzeit.
Marco Fenske nimmt den prominenten Fluggast ins Visier
5 Minuten Schlange stehen. Dann gab es den gelben Punkt. An diesem Tag waren alle etwas nervös. Auch wenn das Medienforum schon längst Routine ist. Zum 19. Mal findet der Branchentreff in Köln statt. Die Kanzlerin kommt. Zum ersten Mal. Es gibt mehr zu sichern, zu organisieren, abzustimmen und zu planen. 50. Minuten hat sie Zeit – die Bundeskanzlerin. Zwischen Kabinetts-Sitzung und Beratungen zur EU-Verfassung.
So sehen leidenschaftliche Kommentare aus! Heute holt Michael Hanfeld in der “FAZ” aus und argumentiert die gebührenfinanzierten Internetpläne von ARD und ZDF in Grund und Boden. In seinem Leitartikel auf der Titelseite prangert Hanfeld mit Furor an, dass die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ihren Auftrag der “Grundversorgung” mit Information, Kultur und Bildung ins Unerträgliche ausdehnen – zum Schaden der Presse. Er kritisiert ARD und ZDF als “politische Vorfeldorganisationen der Parteiendemokratie”, die “alles andere als unabhängig und transparent” und keinesfalls die “Wahrer des Schönen und Guten im Journalismus sind – die sie sein sollten.” Hanfelds Fazit: “Denjenigen, die im ohnehin parasitär verfassten Internet mit unabhängigem Qualitätsjournalismus ihr Geld verdienen müssen, wird öffentlich subventioniert der Boden entzogen. Was ARD und ZDF betreiben, ist die Enteignung der freien Presse.” Lesenswert. Und leider wahr.
Kleiner Rückblick auf den gestrigen Verlagstag: Die Bande zwischen Trainees und Journalistenschülern sind jetzt enger denn je. Denn nach dem großen Fazit wurde natürlich auch noch (mittel-)groß gefeiert, wie der Afterwork-Ticker belegt:
Der JEPBLOG-Award der Woche geht an Gülcan Karahanci, sie hat ihn verdient.
Warum? Sie redet und redet und redet und dabei muss sie doch eigentlich nur “JA” sagen. In ihrer Show Gülcans Traumhochzeit wird die Vermählung mit Sebastian, dem Erben des Bäckerimperiums Kamps, hautnah dokumentiert.
Verlagstag in der Axel Springer Akademie: Zu Gast sind heute kaufmännische Trainees, die zusammen mit den Studenten von Team 1 ein internes Wiki erstellen. Der Arbeitstitel ist noch holprig: “Was bedeutet es, bei Springer zu arbeiten? Beispiele für Kundenfreundlichkeit, Integrität, Kreativität, Unternehmertum.” Wie die Teams die Arbeit angehen und wie das Wiki wächst, erfahren Sie im “making of”-Ticker.
“Das lässt keinen kalt. Ein Busunfall in Deutschland, erst werden sieben Tote gemeldet, dann elf, schließlich 13″, schreibt “Tagesschau”-Chef Thomas Hinrichs aufgeregt in seinem Blog. “Wichtig ist, jetzt richtig zu berichten. Sachlich, fundiert, zuverlässig.” Und dann brennen bei den Kollegen sämtliche Sicherungen durch. Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »