27.5.2007

Hurra auf Hoff

Heute wenden wir uns zunächst mal an Sie, liebes “schmuddelkind”, und greifen die freundlich formulierte Kritik der Vorwoche auf. Also, wie war das gleich? “So viel schöne Werbung, fast ohne Eigenleistung.” (Ich grüble noch immer, worin der Werbeanteil bei “erster Podcasting-Ratgeber” liegt, aber wurscht. Dafür informiere ich Sie als Ersten, wenn ich den Job bei Springer habe. Versprochen!)

Zurück zum Thema: Werbung. Heute für “Die Alpha-Journalisten” im Allgemeinen. Und Hans Hoff im Besonderen. Der hat nämlich eine der Vorreden zu dem jüngst bei Herbert von Halem erschienenen Buch beigesteuert (“Mumpitz-Monday”), die einfach sehr nett ist.

 

Darin skizziert Hoff (u.a. Autor der “Welt am Sonntag”) die Spezies der Titelhelden: “Das freie Fabulieren gehört übrigens zu den Spezialitäten großer Alpha-Journalisten. Sie müssen in der Lage sein, zu jedem Thema ansatzlos eine Viertelstunde zu reden.”

Oder: “Und sie streuen gerne unverständliche Passagen in ihre Rede. Sie verschaffen sich damit einen taktischen Vorsprung, denn während die Zuhörer sich noch mühen, dem Gesagten einen gewissen Sinn zu entnehmen, sind sie längst weiter…”

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Ich behaupte, jeder Leser hat bei diesen Zeilen – je nach persönlichem Gusto – sofort ein publizistisches Alphatier vor Augen. Sie nicht? Ehrlich…?

Trauen Sie sich ruhig, Sie werden kaum jemanden beleidigen. Denn das ist das Schöne an den Leitwölfen – Hoffs deutlichster Vorwurf ist für sie ein Kompliment: “Alpha-Journalisten sind geboren, um Recht zu haben.”

Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »

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