GZSZ goes Bagdad
In diesem Zusammenhang von “Bürgerjournalismus” zu sprechen, klingt (noch) komisch. Im Irak haben Fady Hadid und Ziad Turkey das Videoclip-Projekt “Hometown Baghdad” gestartet, das “einen etwas anderen Einblick in das Bürgerkriegsgebiet am Tigris” bieten will. Das Projekt entspricht damit der Definition von “citizen journalism”, dies allerdings im Umfeld einer gerade entstehenden bürgerlichen Gesellschaft, deren Genesis noch dazu von radikalen Islamisten sabotiert wird.
Es ist eines der faszinierendsten Medienprojekte aus dem Irak, neben anderen Ansätzen wie dem zeitlich begrenzten Radioprojekt Telephone FM. Ein Blick auf den Alltag, banal, unaufgeregt, und gerade in dieser Demonstration so hoffnungsfroh wie eindrucksvoll, fernab der Bilder, auf die FOXNEWS oder CNN setzen.
Und während im Irak die Videocasts zur Mediengattung reifen, entwickeln sich im Nachbarstaat Iran und in China ambitionierte Bloggerszenen, die der jeweiligen Opposition endlich eine Stimme zu geben versprechen.
Von wem stammt gleich der Blogger-Spontispruch, mit YouTube hätte es Hitler nie gegeben…?
Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »

