Held oder Zwerg?
Nur ein Viertel aller Innovationen helfen, Umsatz und Marktanteil der Hersteller entscheidend zu verbessern. Die meisten neuen Produkte bleiben weit hinter den Erwartungen zurück, geht aus einer Studie der Roland Berger Strategy Consultants hervor. Die Berater sprechen von vier Innovationstypen: „Helden“, „Scheinriesen“, „Blender“ und „Zwerge“, je nach Produkterfolg.
„Heute bricht WELT ONLINE in die Zukunft auf“, schreibt Chefredakteur Christoph Keese über seine Innovation, den Neustart von Welt.de. „Seit dem vergangenen Sommer haben wir die neue Site erdacht, entworfen und programmiert.“ Stellt sich die Frage: Held oder Zwerg?
Die Journalistenschüler der Axel Springer Akademie hatten heute Gelegenheit, mit Peter Schink zu sprechen, dem Leiter der Produktentwicklung von „WELT ONLINE“. Thomas Wanhoff, bei „WELT ONLINE“ für Video und Audio verantwortlich, hat dabei gefilmt:
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Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 4 Kommentare »

Am 22. Februar 2007 um 01:07 Uhr
Dies war der dritte Relaunch meines Lebens. Nach Yahoo! und BILD verändert sich nun die WELT. Er war für mich der einfachste, denn ich hatte das motivierteste Team, dem ich voll vertrauen konnte. Dazu war er unabhängiger als 1998 in München, als Yahoo! Deutschland Mail, Auktionen und MyYahoo! von den Amis aus dem Valley lokalisiert bekam. Reibungsloser als Bild.de 2001 zu Bild.T-Online.de – von Print-Leuten auf neuem Redaktionssystem und Layout entwickelt. An so einen WELT-Relaunch hat vor einem Jahr noch niemand geglaubt. Damals arbeiteten drei Journalisten auf Welt.de, heute sind es direkt mehr als 20 und indirekt mehr als 400. Den Traffic haben wir mal eben verdoppelt, auch wenn wir noch weit unten in der Liga spielen (also noch Zwerg). Aber wir haben inhaltlich einen großen Satz nach vorne gemacht, mit vielen neuen Anwendungen, die man bei wenigen anderen News-Sites in Deutschland in dieser Anzahl sieht und einer Fülle an täglichen neuen Inhalten, dank der Tageszeitung ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Magazinen. Und doch stehen wir erst am Anfang der Entwicklung: von der Zeitungsmarke zur Medienmarke WELT. Print, Online, Mobile und IP-TV miteinander vernetzt – dem Nutzer in jeder Alltagssituation auf dem adäquaten Medium die Inhalte seiner News-Marke in höchster Qualität aktuell zu liefern. Das ist der Leistungsanspruch, dem die Macher von WELT ONLINE gerecht werden wollen und werden. Mutig, direkt und zuweilen optimistisch in die Zukunft orientiert. Vielleicht wird aus dem Zwerg so noch ein Held. Niemand anderes als die Nutzer werden darüber entscheiden!
Am 22. Februar 2007 um 08:56 Uhr
Mir gefällt der neue Auftritt gut, jedenfalls ist er viel besser als der erste. Das Angebot ist aber fast zu reichhaltig. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Mutig finde ich, andere Angebote wie Spiegel-Online einzubinden. Langweilig ist der Tagesschau-Clip, da ist gar nichts besonderes dran. Ich wünsche den Machern jedenfalls viel Glück.
Am 25. Februar 2007 um 04:15 Uhr
Dank auch von mir nochmal an alle Beteiligten. Den Journalistenschülern danke ich für das gute Feedback und die interessanten Fragen – aber warum hört dieses Video eigentlich so aprupt auf?
Am 25. Februar 2007 um 15:38 Uhr
@ Peter Schink
Gern geschehen, hat Spaß gemacht! Und wenn die Schnitttechnik bei WELT ONLINE noch nicht so ganz ausgefeilt sein sollte, die Akademie bietet ja auch Videokurse an.