10.1.2007

So pervers ist das Internet

Einen ganz eigenen Beitrag zur Debatte um die öffentliche Hinrichtung Saddam Husseins liefert die “Glasauge”-Redaktion, der Satirekanal von “Welt Online”, mit neuen abscheulichen, monströsen und menschenverachtenden Hinrichtungsvideos. Man habe lange gezögert, die Videos zu zeigen, “in Absprache mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon (‘Todesstlafe? Find ich plima!’) entschieden wir uns aber: Es ist eine journalistische Notwendigkeit, diese Filme vorzustellen. Außerdem sind wir, wie jede seriöse Medienquelle heutzutage, quotengeil.” Sehenswert.

Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik | 4 Kommentare »

4 Kommentare zu “So pervers ist das Internet”

  1. TSV

    Wie stand es in “Bild”? Ami-Junge erhängt sich, nachdem er Video von Saddam Husseins Hinrichtung gesehen hat. Großer Gott! Was sollte uns blühen, wenn sich unbescholtene Dreikäsehochs erst an den vorliegenden Dokumenten menschlicher Härte und Grausamkeit orientierten? Wenn sich nur die Eurythmie an den Kindergärten durchsetzen würde, es wäre noch das geringste Übel…

  2. Katia Bauer

    Ist es denn wirklich so schwierig, sich etwas NICHT anzusehen? Nicht alles, was angeboten wird, muss man auch konsumieren.

  3. weltenbummmler

    Zum Thema Welt.de und Videos nur dies:

    http://www.onlinejournalismus.de/2006/12/07/nachtreter/

  4. A.M.

    Solche Videos sind gewissermaßen überflüssig. Es ist keine Schandtat, diese zu veröffentlichen, es liegt allein an der Reaktion der Zuschauer. Denn was lernen wir bitteschön daraus? Welchen Schluss können wir ziehen? Was will uns ein Onlinemagazin damit sagen? Es ist reine Quotenmacherei sowas zu veröffentlichen.

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